In Aachen beginnt die Nachkriegszeit: Die Ausstellung „Alles auf Anfang?“ im Centre Charlemagne

Eine spannende Epoche Aachener Geschichte steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im Centre Charlemagne: Die Monate nach der deutschen Kapitulation im Oktober 1944. Professor Frank Pohle führte uns durch die Schau. Foto: Heckert

Der Abend führte unsere Clubmitglieder in die Ausstellung „Alles auf Anfang? In Aachen beginnt die Nachkriegszeit“ im Centre Charlemagne, dem neuen Stadtmuseum Aachen. Professor Dr. Frank Pohle, Direktor des Museums, führte uns persönlich durch die Ausstellung.

Aachen war die erste deutsche Großstadt, die durch die alliierten Truppen befreit wurde. Hier kapitulierte die Wehrmacht schon am 21. Oktober 1944. Damit war hier der Krieg schon vorbei, während er in Deutschland noch ein halbes Jahr lang weitertobte. In den folgenden Monaten begann man mit der Trümmerbeseitigung und mit Franz Oppenhoff wurde der erste Oberbürgermeister der Nachkriegszeit eingesetzt. Diese Zeit steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im Centre Charlemagne.

Damit definiert sich das Thema: Aachen als „Demokratielabor“? Mit vielen Exponaten, Filmsequenzen und Bildern beleuchtet die Ausstellung die Vorgeschichte, die Zerstörung, aber auch den beginnenden Wiederaufbau und die Demokratiegestaltung in der Stadt. Darüber hinaus wirft sie einen Ausblick auf eine neue, europäische Ausrichtung Aachens, die sich in dem renommierten und heute noch verliehenen Karlspreis spiegelt.

Nicht vergessen wird aber auch der Umgang mit der Vergangenheit und die schleppende Aufarbeitung der Nazi-Geschichte. Die Menschen nach dem Krieg bewegte natürlich nicht nur die Politik. Auch das Alltagsleben der Menschen wird beleuchtet, wie die Rationierung der Lebensmittel und das Leben in den Ruinen. Persönliche Geschichten der Betroffenen machen diesen Zeitraum besonders ansichtig. Eine überaus sehenswerte Schau, die ein ebenso faszinierendes wie kaum bekanntes Kapitel der Stadtgeschichte auf lebendige Weise aufbereitet. Die einzigartige Sachkenntnis und der Humor des Referenten machten den Besuch für unsere Clubmitglieder zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Nach einem herzlichen Dank an Professor Pohle zog der Club weiter ins „Living Room“ zu weiteren Gesprächen bei Essen und Trinken.

Die Ausstellung „Alles auf Anfang? In Aachen beginnt die Nachkriegszeit“ ist noch bis zum 8. März 2020 im Centre Charlemagne zu sehen.

(Text: Max Grahn)

Lions binden Kränze – Verkauf auf dem Aachener Weihnachtsmarkt

Alljährlich eine ebenso nützliche wie gesellige Arbeit: das Binden der Kränze für den Weihnachtsmarkt. Foto: Behrens

Viele fleißige Hände – vorwiegend von kreativen und handwerklich geschickten Damen – haben in den letzten Wochen unzählige schöne Weihnachtskränze gebunden, Kerzen angedrahtet und adventliche Dekoration aufs duftendes Tannengrün gezaubert.

Seit dem 22. November werden die schmucken Unikate auf dem Aachener Weihnachtsmarkt angeboten – zusammen mit Köstlichkeiten aus den Weihnachtsküchen der anderen Aachener Lions- und des Zontaclubs.

Besuchen Sie unbedingt Stand 31 auf dem Marktplatz, nicht weit entfernt vom Haus Löwenstein!

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Von Geld, Gerichten und Gerippen: Gemeinsame Stadtführung mit dem Rotary Club Aachen-Charlemagne

Das Besondere des heutigen Abends war, dass er gemeinsam mit einem anderen Club stattfand: Zusammen mit dem Rotary Club Aachen-Charlemagne erlebten wir eine Stadtführung durch das Herz von Aachen , so dass man sich bei dieser Gelegenheit näher kennen lernte.

Das Treffen begann im olfaktorischen Zentrum Aachens, dem Elisenbrunnen, wo wir von den beiden Präsidenten Heribert Mertens und Marc Heckert empfangen wurden. Nach der Begrüßung ging es unter der kundigen Leitung der zwei Stadtführerinnen Sabine Mathieu und Anja Haas (oben im Bild) in zwei Gruppen durch das Zentrum der Kaiserstadt.

Beginnend am Elisenbrunnen erfuhren wir von der Bedeutung des Heilwassers und dem damit verbundenen Kurwesen des 18. und 19.Jahrhunderts. Anschließend ging es durch den Elisengarten vorbei an der Archäologischen Vitrine zum „Geldbrunnen“. Die Gesichter der Figuren im „Kreislauf des Geldes“ sollen übrigens einigen bekannten Aachener Persönlichkeiten ähneln. Ehrfurchtsvoll hörten wir von dem ehemaligen Sendgericht (von Synodengericht) an St. Foillan, wo sich heute die Verkaufsstelle der Bäckerei Nobis befindet, um danach wiederum Vieles vom Aachener Dom zu erfahren. Hierzu gehörten nicht nur Erklärungen zu den Bauteilen, sondern auch Anekdoten und die Erinnerung an die „Domwache“ im Zweiten Weltkrieg.

Weiter ging es über den Domhof und den Fischmarkt in die Klappergasse, wo der Türelüre-Lißje-Brunnen und zwei Bischofsgerippe auf uns warteten. Kein Gerippe, sondern die stramme Statur des „Wehrhaften Schmieds“ erinnern einige Schritte weiter an den Mord eines Mannes, der wohl eigentlich Metzger war. Jülich sieht es nicht gerne (die Geschichte lässt sich hier nachlesen).

Schließlich auf dem Markt angekommen, wurden noch Blicke auf das Rathaus und einige interessante Details der Örtlichkeit geworfen, bevor man sich – Rotarier und Lions vereint – in der Traditionsgaststätte „Knipp“ traf, um dort den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

(Text: Max Grahn)

Wo die Busse schlafen: Eine Führung durch den Betriebshof der Aseag

Die gewaltigen Hallen des Aseag-Betriebsgeländes an der Neuköllner Straße kennen viele Aachener von außen. Wie mag es im Inneren aussehen? Fotos: Heckert

Dieser Clubabend führte uns hinter die Kulissen des Aseag-Betriebshofs an der Neuköllner Straße. Nach der kurzen und prägnanten Begrüßung bekamen wir einen ersten Einblick in die Komplexität der Leitstelle, in der alle Busse erfasst und gesteuert werden. Dann führten uns der Leiter des Bereiches Qualität und Auftragsmanagement Bernhard Breuer und der stellvertretende Werkstattleiter Uwe Beitzel durch die 18.000 Quadratmeter große Werkhalle, in der nicht nur 300 Busse Platz finden, sondern auch die ganze Versorgung der Flotte gewährleistet ist. So durften wir neben dem Depot die Tankanlage, die Prüfhalle, die Reinigungshalle und die Werkstatt besuchen.

Schon 1944 gehörten elektrische Oberleitungs-Busse der „Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG“ zum Stadtbild. Völlig ohne CO2 und Feinstaub: Die Aseag betrieb mit der Linie 51 die mit 20 Kilometern längste O-Buslinie Deutschlands.

In den Nachkriegsjahren sorgten dann allerdings vornehmlich dieselbetriebene Fahrzeuge mit so klangvollen Namen wie „Büssing Präfekt“, „Klöckner-Humboldt-Deutz Saturn“ und der bekannte „Opel Blitz“ für den Transport der Öcher. Im 21. Jahrhundert waren jahrelang die überlangen „Long Wajong“-Doppelgelenkbusse die Flaggschiffe der Aseag (sie wurden übrigens kurz nach unserem Besuch ausgemustert und durch besonders lange Gelenkbusse des Typs „CapaCity“ von Mercedes-Benz ersetzt).

Gut 100 Linien mit einer Gesamtnetzlänge von über 1800 Kilometern betreibt das Unternehmen mittlerweile. Rund 70 Millionen Fahrgäste werden alljährlich mit rund 480 Bussen (davon 233 eigene) ans Zielgebracht. Das sind 220.000 Menschen Tag für Tag. Mehr als 560 Mitarbeiter hat das Unternehmen, davon sitzen 350 hinter dem Lenkrad.

Im Anschluss lud der CEO der Aseag Michael Carmincke zu einem Vortrag in den Konferenzsaal. Er stellte nicht nur die Aseag in ihren Zahlen vor, sondern informierte auch über die vielfältigen Aspekte des Firmenanspruchs. Ebenso erfuhr der Club über die neue Kommunikationsstrategie, in der „Die Mannies“ die Aseag auf einem Blog repräsentieren.

Zum Schluss richtete sich der Blick in die Zukunft. Die neue Flottenstrategie im Angesicht der Energiewende wurde aufgezeigt und die neue Version zu einer vernetzten Mobilität, in der eine Kombination aus verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten in Aachen unter einer Plattform erreichbar werden soll, wurde präsentiert. Die neue App hierzu werde nächste Woche freigeschaltet. Für unsere Mitglieder war es ein hochinteressanter Abend – wir danken dem Aseag-Team für die überaus ausführlichen, spannenden und fundierten Erklärungen!

(Text: Grahn/Heckert)

Ein Besuch im Digital Hub Aachen

Der hoffnungsvolle erste Besuchstermin des neuen Lionsjahres führte uns ausgerechnet in ein Gotteshaus – in ein ehemaliges, nämlich die Elisabethkirche an der Jülicher Straße. Hier wurde 2017 einer von fünf sogenannten Digital Hubs in NRW eingerichtet. Diese Konferenz-, Kennenlern-, Veranstaltungs- und Co-Working-Zentren sollen örtliche mittelständische Unternehmen mit kreativen jungen Start-Ups zusammenführen. Neue Geschäftsmodelle, IT-Projekte und die Digitalisierung der regionalen Wirtschaft sollen in diesen Ideenschmieden umgesetzt und vorangebracht werden.  

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