Viertausend Euro aus unserem Adventskranz-Verkauf: Wir unterstützen die Jugendarbeit vom D-Hof!

Es wird laut in der Hausnummer 7a an der Königsberger Straße, laut und fröhlich, und das jeden Tag ab etwa 14 Uhr. An der Ecke zur Stettiner Straße schlägt für Hunderte Kinder aus dem Stadtteil Forst das heimliche Herz von Aachen. Dort liegt der D-Hof, das Jugendzentrum im Wohngebiet Driescher Hof.

„Kommen darf hier jeder zwischen sechs und 27 Jahren“, erklärt die Leiterin Sandra Jansen. Wenn die Schule vorbei ist, ab etwa 14 Uhr, geht es im D-Hof los. Und wie es losgeht! Die vielen Angebote reichen von Kochen und Kreativem über Sport, Garten und diverse Medien bis hin zu Selbstbehauptung und Berufsvorbereitung. Im fast 40-köpfigen Team arbeiten mehr als 20 pädagogische Fachkräfte, ob Erzieherin, Lehrerin oder Sozialpädagoge. Neben den Aktivitäten im D-Hof stemmen sie noch die Offene Ganztagsbetreuung in der Grundschule Driescher Hof und der Förderschule Am Rödgerbach.

Im Driescher Hof sind die Mieten günstig. Wer finanziell nicht auf den sprichwörtlichen Rosen gebettet ist, findet oft in diesem Viertel eine bezahlbare Wohnung. Groß ist auch der Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Das Leben ist nicht immer einfach für die Familien in der Nachbarschaft; viele kämpfen mit Problemen unterschiedlicher Art. All das spielt an der Königsberger Straße 7a keine Rolle. „Bei den Kindern geht es nicht um: ‚Wo kommst du her?‘“, erklärt Sandra Jansen. „Sondern um: ‚Wer ist nett?‘ oder ‚Wer ist gut im Tor?‘ oder ‚Wer hat gute Ideen beim Kochen?‘.“

Für rund 300 junge Aachenerinnen und Aachener ist der D-Hof tagtäglich eine fröhliche und sichere Anlaufstelle, ein Treffpunkt und Teil des Lebens. „Wir versuchen, unsere Kinder und Jugendlichen zu stärken“, sagt Jansen. Und das schon seit 1981. Wie erfolgreich das ist, hat sich in Aachen längst herumgesprochen und findet immer wieder Anerkennung. So etwa beim Lions Club Aachen Aquisgranum, der jetzt den Erlös seiner jährlichen Adventskranz-Verkaufsaktion dem D-Hof widmete.

Viertausend Euro hatten die in der Vorweihnachtszeit verkauften Kränze erbracht, die von den mehr als 30 Clubmitgliedern in stundenlanger, liebevoller Bastelarbeit verziert und dann verkauft wurden. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Geld Ihre wichtige Arbeit fördern können“, sagte der Präsident des Clubs, Emile Paes, bei der Scheckübergabe.

Über das Thema Integration ist derzeit viel zu lesen, darunter auch viel Unsachliches und Verzerrtes. In Vierteln wie dem Driescher Hof wird Integration oft ganz selbstverständlich gelebt. Leiterin Sandra Jansen ist überzeugt: „Was hier im Stadtteil geleistet wird, davon kann sich unsere ganze Gesellschaft eine große Scheibe abschneiden.“

Lions-Abend: Das Einstein-Teleskop

Eine erfreulich große Zahl von Mitgliedern des LC Aachen Carolina und unseres Clubs traf sich zu einem gemeinsamen Club-Abend im Haus der Erholungsgesellschaft Aachen zum Thema „Das Einstein-Teleskop – ein Spitzenprojekt der Astrophysik in unserer Region?“

Nach der Begrüßung und einem üppigen, geschmackvoll zubereiteten Buffet wurden wir auf den neuesten Stand der Astrophysik gebracht.

Mit Professor Oliver Pooth vom Lehrstuhl für Experimentalphysik III B an der RWTH Aachen, der kurzfristig für den verhinderten Professor Achim Stahl eingesprungen war, hätte es kaum einen besseren Referenten geben können. Mithilfe anschaulicher und erklärender Bilder erhielten wir neue Einblicke, wie durch die Messung von Gravitationswellen die frühesten Momente der Entstehung unseres Kosmos erforscht werden können.

Der Vortrag bot eine verständliche Einführung in das Projekt, seinen wissenschaftlichen Hintergrund sowie seine Bedeutung für unsere Region – auch im Hinblick auf Innovation, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Impulse.

Ihm gelang es, das prestigeträchtige europäische Großforschungsprojekt sowohl sprachlich als auch visuell äußerst verständlich und mit großer Begeisterung vorzustellen.

Das Einstein-Teleskop soll unterirdisch in etwa 200–300 Metern Tiefe errichtet werden, um seismische Störungen zu minimieren. Geplant ist eine dreieckige Tunnelanlage mit jeweils rund 10 Kilometer langen Armen. Führende Kernländer (finanziell & wissenschaftlich), welche die Planung, Finanzierung und Forschung maßgeblich vorantreiben, sind: Niederlande, Belgien, Deutschland und Italien. Entscheidung über den finalen Standort wird in den kommenden Jahren erwartet. Aktuell werden insbesondere zwei Hauptstandorte in Europa intensiv geprüft: die Euregio Maas-Rhein im Dreiländereck zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie die italienische Insel Sardinien. Darüber hinaus ist auch die sächsische Lausitz als möglicher Standort in Deutschland im Gespräch.

Die Euregio Maas-Rhein gilt aufgrund ihrer geologischen Bedingungen, der starken wissenschaftlichen Infrastruktur sowie der aktiven Unterstützung durch die Region Aachen und das Land Nordrhein-Westfalen als besonders geeignet. In den vergangenen Jahren wurden hierzu umfangreiche Machbarkeitsstudien durchgeführt, um die Realisierung des geplanten Gravitationswellendetektors der nächsten Generation vorzubereiten. Es bleibt zu hoffen, dass die Euregio Maas-Rhein letztlich den Zuschlag für die Ansiedlung dieses herausragenden europäischen Forschungsprojekts erhält.

Auch wenn in der anschließenden lebhaften Diskussion unter anderem kritisch hinterfragt wurde, welchen Sinn und Zweck ein solches Forschungsprojekt für uns Steuerzahler – bei geschätzten Kosten von rund 3 Milliarden Euro – habe, ist es letztlich wohl die Neugier des Homo sapiens, sei es auf die Vergangenheit oder auf die Zukunft, die die Menschheit in ihrer Weiterentwicklung voranbringt.

Lions-Abend: Wir feiern Weihnachten

Eine schöne Weihnachtsfeier durften wir am 8. Dezember gemeinsam mit dem Lions Club Aachen Carolina feiern. Deren amtierender Lions-Präsident Hans-Bernd Schwienhorst drückte es in seiner Rede bereits verheißungsvoll als „Beginn einer Tradition“ aus und unterstrich damit, dass Gemeinsamkeit in manchen Aktivitäten eine Bereicherung des Lions-Clublebens darstellt.

Unser Präsident Emile Paes unterstrich in seiner Rede das Streben nach Verständnis und Harmonie, wie es vor allem in der Vorweihnachtszeit stark erlebt wird. Entgegen dem gesellschaftlichen Trend spielen Macht und Prestige in unserem Lions-Gedanken keine Rolle, sondern nur der persönliche Einsatz des Einzelnen und die gesellschaftlichen Auswirkungen unserer Hilfswerkaktivität. „We serve“ bedeutet somit auch, einen Teil unseres Privatlebens den weniger Privilegierten zu widmen.

Der feierlich geschmückte Saal im Haus der Erholungsgesellschaft lud uns ein, in fröhlicher und doch besinnlicher Stimmung miteinander ins Gespräch zu kommen und das köstliche Buffet vom Caterer Herrn Werden zu genießen. Die üppige Tischdekoration kam auch dieses Jahr zum Teil aus dem riesigen Fundus unserer Lionsfreundin Susanne Fischer, die alle Teilnehmer ermutigte, am Ende des Abends alle Dekoartikel mitzunehmen.

Begleitet wurde der Abend durch eine fast einstündige musikalische Einlage durch das Trio Iuliana Claus (Sopran), Dr. Nicole Besse (Sopran, Violine) und Erik Arndt (Klavier, Akkordeon).

Im Anschluss spielte unser Lionsfreund Jörg Schäfer auf dem Klavier entspannte Lounge-Jazzmusik, die den Gesprächsfluss im Saal um mindestens eine Oktave bereicherte.

Der Abend klang Lions-üblich gegen 22 Uhr aus und alle Lions-Freunde verabschiedeten einander mit den herzlichsten Wünschen zum anstehenden Weihnachtsfest und auf ein gesundes Wiedersehen im Jahr 2026.

Lions-Abend: Einblicke in die Arbeit des D-Hofs Aachen

Auf unserer jüngsten Clubveranstaltung durften wir Sandra Jansen, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin der Einrichtung D-Hof für Kinder und Jugendliche in Aachen, als Referentin begrüßen. Sie berichtete eindrucksvoll über die Arbeit dieser wichtigen Institution, die seit vielen Jahren Kinder und Jugendliche aus einem sozialen Brennpunkt in Aachen, dem Driescher Hof, begleitet und unterstützt.

Schon im Vorfeld war das Interesse groß: Mit 16 Anmeldungen überschritten wir die kritische Grenze von 50 Prozent Beteiligung – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das Thema in unserem Club Resonanz findet.

Begeisterung und Engagement waren die Stichworte, die Frau Jansen durch ihren Vortrag vermittelten. Der D-Hof versteht sich als eine Art „zweites Zuhause“ für junge Menschen, die in schwierigen familiären oder sozialen Verhältnissen aufwachsen. Anders als bei reinen Serviceleistungen steht hier die aktive Mitgestaltung im Vordergrund: Die Jugendlichen entwickeln gemeinsam mit den Mitarbeitenden einen Lebensraum, der geprägt ist von Respekt, kultureller Vielfalt und gegenseitigem Vertrauen.

Besondere Schwerpunkte liegen auf Bildungs- und Freizeitangeboten, der Gesundheitsförderung, gesunder Ernährung und sportlichen Aktivitäten. Auch kreative Projekte und naturnahe Erlebnisse gehören dazu. Ziel ist es, nicht nur kurzfristige Hilfe zu leisten, sondern die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu fördern.

Frau Jansen machte in ihrem Vortrag deutlich, dass die soziale Ungerechtigkeit, die auch in Aachen spürbar wächst, eine starke Motivation für ihre Arbeit darstellt. Der D-Hof sei ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Perspektiven entwickeln können – unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.

Obwohl das Projekt durch öffentliche Mittel unterstützt wird, ist der D-Hof in hohem Maße auf Spenden angewiesen. Diese tragen einen wesentlichen Teil der laufenden Kosten und ermöglichen erst die Vielfalt und hohe Qualität der pädagogischen Arbeit.

Im Anschluss entstand eine lebhafte Diskussion mit vielen kritischen Fragen, die über das konkrete Projekt hinaus auch unsere gesellschaftliche Entwicklung insgesamt in den Blick nahm.

Alles in allem war es ein gelungener Abend, der uns die Bedeutung lokaler Projekte wie des D-Hofes noch einmal sehr bewusst gemacht hat. Wir danken Frau Jansen herzlich für ihre engagierte und inspirierende Präsentation.

Lions-Abend: Musikalischer Hochgenuss bei MozArte

Am 1. September trafen sich im Konzertsaal der Hochschule für Tanz und Musik in Aachen neun Veteranen-Lions sowie die beiden neuen Clubmitglieder Eva und Jörg-Uwe Schäfer zu einem außergewöhnlichen Eröffnungskonzert im Rahmen des MozArte-Klavierwettbewerb-Festivals Aachen. Der Apéro, der dem Konzert vorausging, bot Gelegenheit zur Begegnung mit Mitgliedern verschiedener Aachener Lions-Clubs und sorgte für eine heitere, beinahe familiäre Stimmung.

André Parfenov, der Namensgeber des Parfenov Duo wurde 1972 in Kaliningrad geboren, studierte Klavier am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und an der Folkwang-Hochschule Essen, wo er 2000 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Er konzertierte mit namhaften Orchestern wie den Moskauer Sinfonikern, den Niederrheinischen Sinfonikern und der Neuen Philharmonie Westfalen. Seit vielen Jahren ist er fest am Theater Mönchengladbach/Krefeld engagiert.

Iuliana Münch, in Rumänien geboren, erhielt ihre Ausbildung am Musikgymnasium „George Enescu“ in Bukarest sowie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Aachen, wo sie 2003 ihr Studium bei Prof. Charles-André Linale abschloss. Nach Stationen in Koblenz und Mönchengladbach ist sie heute Mitglied der Neuen Philharmonie Westfalen. Seit 2009 bildet sie mit André Parfenov ein festes Duo und ist maßgeblich an der Realisierung seiner Kompositionen beteiligt.

Das Repertoire des Parfenov Duos umfasste die berühmte Sonate für Violine und Klavier von Sergej Prokofjew und wurde durch Werke von Tschaikowsky und Robert Schumann ergänzt, die auch weniger klassikerfahrenen Zuhörern leicht zugänglich waren. Besonders viel Bewunderung fanden die von Pianist Parfenov selbst komponierten und vorgetragenen Paganini-Variationen. Auch die sogenannten Liszt-Variationen riefen große Begeisterung hervor und wurden mit langanhaltendem Applaus bedacht.

Der Veranstalter betonte abschließend noch einmal, dass Konzerte dieser Art nur dank der tatkräftigen Unterstützung von Sponsoren möglich sind.

Lions-Abend: Ein Besuch bei den guten Seelen in Orange

Ohne sie wäre Aachen nicht die lebenswerte und schöne Stadt, die es ist: Die rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aachener Stadtbetriebe. Unser jüngster Clubabend führte uns auf das Gelände der Zentrale am Madrider Ring, an dem wohl fast jeder Aachener schon einmal vorbeigefahren ist, aber kaum einer es selbst betreten hat.

Hier schlafen sie also, die orangefarbenen Boliden, die den einen oder anderen von uns schon selbst aus dem Schlaf geholt haben. Stadtbetriebsleiterin Indra Balsam stellte uns die vielfältigen Aufgaben ihrer Organisation vor – mit einem Budget von über 60 Millionen Euro eine große Einrichtung, die sich um alle Belange kümmert, die uns in Aachen umtreiben. Von der Müllabfuhr über den Straßenunterhalt (nein, die Leute sind nicht für die ganzen Baustellen verantwortlich!) bis hin zu Spielplätzen und Friedhöfen: Die Liste der Aufgaben ist lang und vielfältig. Da muss sich um Brückenbau und Grünflächenpflege ebenso gekümmert werden wie um Krematorium und Winterdienst.

Ein Riesenbetrieb, der 365 Tage im Jahr zu funktionieren hat. Wie er das tut, stellte uns Leiterin Indra Balsam mit Humor und Esprit vor. Sie ist eine Chefin, die auch selbst einmal mit dem Trupp in Orange rausfährt, um die Arbeit der „Kehrmännchen“, wie sie sich selbst gerne nennen, hautnah kennenzulernen. Seit 25 Jahren gibt es den Stadtbetrieb in seiner heutigen Form. Und die Entwicklung geht immer weiter. So soll zum Beispiel der Fuhrpark weiter elektrifiziert werden. Und die rund 130.000 Bäume im Stadtgebiet brauchen auch immer Pflege, rund 450 werden alljährlich neu gepflanzt. Auch um die kleinsten Pflanzen wird sich persönlich gekümmert: Die Stadtgärtnerei zieht Abertausende Blumen heran, mit denen im Frühling die Stadt in bunte Farben getaucht wird. So bleibt Aachen fröhlich – dank der Helfer in Orange.

Unser nächster Clubabend wird uns in eine ganz andere Einrichtung führen: nämlich die JVA Aachen. Jörg-Uwe Schäfer, seit Ende 2024 deren Leiter, wird uns am Freitag, 27. Juni, „in echt“ das Gelände vorstellen, nachdem wir die Anstalt ja schon am 19. Mai aus seinem spannenden Vortrag vorab kenngelernt haben.

Die Weihnachtsfeier

Am 8. Dezember fand die erste gemeinsame Weihnachtsfeier mit unserem Aachener Schwestern-Club Lions Carolina unter der gemeinsamen Ausrichtung von Präsidentin Anne Weisser (Carolina) und Roman Wienert (Aquisgranum) statt. In den stilvollen Räumen der Erholungsgesellschaft Aachen durften wir über 60 Mitglieder willkommen heißen.

Die von Frau Robben liebevoll dekorierten Tische mit Beständen aus dem Fischerschen Nachlass führten zu gemischten Sitzgruppen – die Kommunikation war trotz der teilweise unbekannten Nachbarn mehr als lebendig.

Die allgemein gute Stimmung wurde befeuert durch die Gesangseinlage des Aachener Chores „Capella a Capella“, der uns neben weihnachtlichen auch mit komischen Gesangsbeiträgen vortrefflich unterhalten hat.

Abgerundet wurde das Programm von einer berührenden Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Karin Mahr. Lustige und nachdenkliche Momente wechselten sich ab, für unser leibliches Wohl war durch den engagierten Caterer wieder ausreichend gesorgt.

Und zum Schluss die schönste Nachricht: Im Rahmen der Feier durften wir mit Eva Baur (2. von links, mit – von links – Präsident Roman Wienert, Clubmasterin Susanne Fischer und Ansgar Stöcker) auch wieder ein neues Mitglied in unseren Reihen begrüßen. Herzlich willkommen im Lions Club Aachen Aquisgranum!

Lions-Abend: Wohin mit den alten Blättern von Windkraftanlagen?

Auf Einladung unseres Schwesterclubs Lions Aachen Carolina nahmen wir an einem Vortragsabend teil, den die Aachener Architektin Ina Marie Orawiec zum Thema ressourcenorientierte Nachhaltigkeit in der Architektur hielt. Die weltweit gefragte Architektin hat jüngst mit dem Projekt „Wiederverwertung von Rotorblättern von Windkraftanlagen“ an der Weltmeisterschaft für Architekten teilgenommen. In Aachen hat sie beispielsweise den Hubschrauber-Landeplatz am Klinikum entworfen. 

Die Referentin bot ein anspruchsvolles Programm über Themen der allgemeinen Stadtentwicklung und zukünftigen Wohnformen. Im Kern schilderte sie uns ihre Vision von einer Weiterverwertung von Rohstoffen, die nicht abgecycelt, sondern zur Gänze wiedereingesetzt werden. Dazu hat sie Ideen entwickelt, Rotorblätter von Windkraftanlagen, die nach 20 Jahren außer Betrieb genommen werden müssen, aber wegen ihrer extremen Haltbarkeit nur sehr aufwändig entsorgt werden können, gezielt architektonisch weiter einzusetzen.

Dies kann durch den Einbau in neue Anlagen wie als Dächer von Sportstätten geschehen, als Pfeiler größerer Eventhallen, Brückenkonstruktionen und vieles mehr. Das Entsorgungsproblem dieser sehr stabilen Materialien war sicher den meisten von uns nicht präsent. Die Referentin stellte uns dar, dass sie mit diesen Konzepten schon zahlreiche Preise gewonnen habe, Aufträge für die praktische Umsetzung aber noch ausgeblieben seien, sodass sie ihre Projekte als Forschungsvorhaben vorantreiben will. Wie bei allen Innovationen ist der politische Wille letztlich maßgebend.

Wir danken der Präsidentin von Carolina, Anne Weisser, für die Einladung zu diesem hochinteressanten Vortrag. Die Vernetzung der Clubs untereinander wurde durch angeregte Gespräche weiter vorangetrieben.

Lions-Abend: Ein Besuch im WDR-Studio

Am 4. November durften unsere Clubmitglieder die Aachener Lokalredaktion des WDR besuchen. Im Gegensatz zu den ansonsten abendlichen Terminen fanden sich die Lions bereits um 15.30 Uhr ein, da wir an der Vorbereitung und Produktion der Sendung „Lokalzeit“ teilhaben konnten.

Der WDR-Redakteur Lorenz Bartz führte uns durch den Nachmittag und zeigte uns auf, wie aufwändig die Produktion bereits kleiner Beiträge ist. Da sind unter anderem die Vorbereitung des Termins, der Dreh vor Ort mit Redakteur, Ton- und Bildtechniker, anschließend der Schnitt und die Vertonung des Beitrags – so kann ein Beitrag von zwei bis drei Minuten Länge durchaus zwei bis drei Tage Arbeit voraussetzen.

Bei der Führung durch die Räume des WDR konnten wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Angefangen beim Studio der Lokalzeit (sehr interessant auch, wie die Teleprompter mit halbdurchlässigen Spiegeln direkt vor den Kameras funktionieren!), über die Regie bis hin zu den Vertonungs-„Kabinen“ durften wir alle relevanten Stationen besichtigen und wurden jeweils sehr nett von den WDR-Mitarbeitern empfangen und umfassend informiert.

An dieser Stelle noch ein ganz besonderer Dank an Herrn Bartz für die äußerst sympathische und informative Führung.

Lions-Abend: Ein Besuch bei Detlef Kellermann


Einen interessanten Clubabend erlebten wir jetzt im Atelier des bekannten Aachener Künstlers Detlef Kellermann. Er zeigte uns seine aktuellen Werke und berichtete über seinen künstlerischen Werdegang sowie seinen zahlreichen Projekte. So unterstützt der sozial engagierte Künstler immer wieder Hilfsorganisationen mit seinen Bildern, die er zu den entsprechenden Themen entwirft und die Verkaufserlöse spendet, wie jüngst der Ukraine- und Erdbebenhilfe und davor der Fluthilfe.

Eine weitere Initiative mit verschiedenen Partnern besteht seit dem Jahr 2017. Zuerst im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes, später in Eigenregie bebilderte Detlef Kellermann die UN-Charta für Menschenrechte und Menschenpflichten, die vergleichbar mit unserem Grundgesetz essenzielle Werte im menschlichen Zusammenleben in sogenannten „Artikeln“ formuliert und festgeschrieben hat. Die verschiedenen Artikel wurden auf große Banner aufgezogen und mit Unterstützung der Politik und der jeweiligen Gebäudeinhaber an Außenwänden von Bauwerken in der Aachener Innenstadt platziert. Finanziert wurde die Aktion durch Patenschaften, der Künstler steuerte seine Arbeit ehrenamtlich bei. Als Fortsetzung wurde eine weitere Aktion ins Leben gerufen, bei der die Artikel in der Stadt an prominenten Werbeflächen wie z.B. an Bushaltestellen ausgestellt wurden.

Seit dem Jahr 2018 findet sich auch auf zwei Etagen im Atrium des Justizzentrums eine Dauerausstellung des Künstlers zu den Themen Menschenpflichten und Menschenrechte, die vom Aachener Anwaltverein finanziert wurde. Herr Kellermann möchte mit diesen Aktionen auf die Grundwerte in unserer Gesellschaft aufmerksam machen, von denen wir profitieren, die wir aber auch selbst leben müssen.

Die letzte Ausstellung zum aktuellen Thema Kinderrechte und Kindeswohl hat sogar Einzug in den Landtag des Landes Nordhrein-Westfalen gefunden.

Dabei sucht Detlef Kellermann das verbindende Element zwischen Kunst und Förderern, die seine Anliegen in ihre Unternehmen oder Institutionen weitertragen. Die Bilder haben neben dem mahnenden auch einen fröhlichen Charakter  – teilweise zu verstehen mit einem Augenzwinkern -, weil Kunst nach den Vorstellungen von Detlef Kellermann Freude bereiten soll. So hofft er, dass seine Werke bei den Betrachtern gute Laune auslösen.

Seine Ausflüge ins Kulinarische durch die von ihm seit Jahren bebilderten Kochbücher, die exklusiv in seinem Atelier erhältlich sind, runden das Bild des Bonvivants und Menschenfreundes ab. Unsere Mitglieder haben seinen Ausführungen interessiert zugehört und durch gezielte Nachfragen ihr Verständnis für die Anliegen unseres Gastgebers vermittelt.

Wir danken Herrn Kellermann für einen sehr bereichernden Abend!