Lions-Abend: Im Zoo, wenn alle anderen Besucher gegangen sind…

Pünktlich nachdem um 18 Uhr der Aachener Tierpark Euregiozoo seine Tore für die Besucher geschlossen hatte, begann für unsere Mitglieder und ihre Familienangehörigen, Enkelkinder und befreundete Gäste ein ganz besonderer Clubabend. Gerade für die Kinder war das Folgende – an einem der letzten Tage der Sommerferien! – ein besonderes Erlebnis.

Es handelte sich dabei nicht um einen gewöhnlichen Zoobesuch. Der Euregiozoo beherbergt neben exotischen und einheimischen Tierarten auch verschiedene Artenschutzprojekte und einen Kinderbauernhof. Darüber hinaus bietet er alljährlich ein umfangreiches, pädagogisch begleitetes Sommerferienprogramm für seine jungen Gäste an.

Begrüßt wurden wir von der Leiterin des Euregiozoos und Veterinärmedizinerin Janina Dötzer, die uns anschließend persönlich durch den Tierpark führte. Sie hat Anfang dieses Jahres die Nachfolge des langjährigen Zoodirektors Wolfram Graf-Rudolf angetreten, da war die Diplom-Tierärztin mit gerade 30 Jahren die jüngste Zoodirektorin Deutschlands. Im Aachener Zoo ist sie aber keine Neuerscheinung: Sie ist schon seit 2021 als Kuratorin und seit 2023 als Tierärztin im Drimborner Wäldchen tätig.

Während des Rundgangs vermittelte sie uns interessante Einblicke in die Haltung und Versorgung der Tiere, die tägliche Arbeit des Zoos sowie die damit verbundenen Aufgaben im Tier- und Artenschutz. Mit großer Sachkenntnis beantwortete sie unsere zahlreichen Fragen und machte die Führung dadurch besonders anschaulich und informativ.

Da unser Lions Club den Tierpark bereits seit vielen Jahren unterstützt, bot dieser Besuch eine schöne Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen des Zoobetriebs zu schauen. Nach einer etwa anderthalbstündigen Führung ließen wir unseren Clubabend bei einer gemeinsamen Grillparty ausklingen.

Lions-Abend: Wie kann eine Chemie ohne fossile Rohstoffe aussehen?

Ein Vortrag von Prof. Dr. rer. nat. Walter Leitner, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und Lehrstuhlinhaber für Technische Chemie und Petrolchemie an der RWTH Aachen, lockte viele Interessierte zu unserem Clubabend in der Brasserie des Aachener Golfclubs. Das Thema lautete: „Chemische Energiekonversion — die Zukunft nachhaltiger Energiesysteme“. Anwesend waren neben unseren Clubmitgliedern auch Gäste aus anderen Aachener Lionsclubs sowie Freunde aus unserem Bekanntenkreis. So konnte dieses hochaktuelle Thema einer größeren Zuhörerschaft vermittelt werden.

Nach einem wie immer erstklassigen Abendessen, hervorragend zubereitet von Küchenchef Marc Creusen, hörten wir mit großem Interesse den Vortrag des Professors. Es blieb nicht bei Worten: Assistiert wurde er von zwei Mitarbeitern aus seinem Institut, die ihn bei den verschiedenen anschaulichen Experimenten unterstützten.

Professor Leitner selbst stellte seinen Vortrag unter den Titel: „Fire and Ice: Wasserstoff und Kohlendioxid als Bausteine für eine nachhaltige Schnittstelle zwischen Energie und Chemie“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine Chemie aussehen könnte, die nicht mehr überwiegend auf fossilen Rohstoffen beruht, sondern auf erneuerbaren Energie- und Kohlenstoffquellen.

Welche Herausforderungen und Chancen sind mit einer solchen Transformation verbunden? Und warum ist Mülheim an der Ruhr ein besonders geeigneter Standort für ein Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion?

Der Referent machte deutlich, welch zentrale Rolle die Chemie für Ernährung, Gesundheit, Mobilität und Wohlstand einer wachsenden Weltbevölkerung spielt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts nutzt sie hierfür vor allem Erdöl — als Energieträger und als Rohstoff. Doch die ökologischen und ökonomischen Grenzen dieses Erfolgsmodells werden immer sichtbarer. Klimawandel, Ressourcenknappheit und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen erfordern neue Wege: weg vom linearen Verbrauch, hin zu geschlossenen Stoffkreisläufen, erneuerbarer Energie und alternativen Kohlenstoffquellen.

Professor Leitner zeigte anschaulich, dass diese Transformation nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Chance ist. Chemische Energiekonversion kann helfen, erneuerbare Energie in speicherbare und nutzbare chemische Verbindungen umzuwandeln — und sie damit für Industrie und Gesellschaft verfügbar zu machen.

Der Vortrag machte deutlich: Die Transformation der Chemie ist keine ferne Vision, sondern eine konkrete wissenschaftliche und gesellschaftliche Aufgabe. Sie eröffnet Chancen für Innovation, Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und eine nachhaltigere Gestaltung unseres Wohlstands.

Für unseren Club war es ein sehr anregender Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie eng Forschung, Verantwortung und Zukunftsgestaltung miteinander verbunden sind.

Lions-Abend: Auf den Spuren von d’Artagnan

Am 13. April 2026 traf sich unser Club um 19.30 Uhr in der Harry-Colt-Lounge des Aachener Golfclubs zu einem Vortrag des diesjährigen Präsidenten Emile Paes zum Thema:

„Unser Domizil le Pèlerin – auf den Spuren des vierten Musketiers d’Artagnan“.

Anlass des Vortrags war unter anderem die geplante Clubreise nach Maastricht, jener Nachbarstadt, in der d’Artagnan während der Belagerung durch die Armee Ludwigs XIV. im 17. Jahrhundert gefallen ist und zu dessen Ehren später ein Denkmal errichtet wurde.

Das Thema d’Artagnan, der vierte Musketier aus dem weltberühmten Roman von Alexandre Dumas, war in den vergangenen Tagen in aller Munde. In Zeitungen sowie in Nachrichten und Fernsehsendungen wurde darüber berichtet, dass man vermutlich das Grab dieser historischen Persönlichkeit – oder Romanfigur? – in Maastricht entdeckt habe.

In einer mit Musik unterlegten Bildpräsentation wurde das nur kurze Leben dieses französischen Nationalhelden dargestellt. Geboren und aufgewachsen im Süden Frankreichs, am Fuße der Pyrenäen, stammt d’Artagnan aus jener Region, in der Eva und Emile mit ihrem Domizil „le Pèlerin“ eine zweite Heimat gefunden und aufgebaut haben.

Neben unseren Clubmitgliedern waren auch Gäste eingeladen, deren Anwesenheit bei manchen Teilnehmern zu einem überraschenden Wiedersehen führte.

Nach dem Empfangsgetränk, dem wie immer köstlichen Abendessen von Küchenchef Marc Creusen, sowie dem Vortrag mit Bild und Ton entwickelte sich zum Ausklang des Abends ein reger Gedankenaustausch.

Lions-Abend: Das Einstein-Teleskop

Eine erfreulich große Zahl von Mitgliedern des LC Aachen Carolina und unseres Clubs traf sich zu einem gemeinsamen Club-Abend im Haus der Erholungsgesellschaft Aachen zum Thema „Das Einstein-Teleskop – ein Spitzenprojekt der Astrophysik in unserer Region?“

Nach der Begrüßung und einem üppigen, geschmackvoll zubereiteten Buffet wurden wir auf den neuesten Stand der Astrophysik gebracht.

Mit Professor Oliver Pooth vom Lehrstuhl für Experimentalphysik III B an der RWTH Aachen, der kurzfristig für den verhinderten Professor Achim Stahl eingesprungen war, hätte es kaum einen besseren Referenten geben können. Mithilfe anschaulicher und erklärender Bilder erhielten wir neue Einblicke, wie durch die Messung von Gravitationswellen die frühesten Momente der Entstehung unseres Kosmos erforscht werden können.

Der Vortrag bot eine verständliche Einführung in das Projekt, seinen wissenschaftlichen Hintergrund sowie seine Bedeutung für unsere Region – auch im Hinblick auf Innovation, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Impulse.

Ihm gelang es, das prestigeträchtige europäische Großforschungsprojekt sowohl sprachlich als auch visuell äußerst verständlich und mit großer Begeisterung vorzustellen.

Das Einstein-Teleskop soll unterirdisch in etwa 200–300 Metern Tiefe errichtet werden, um seismische Störungen zu minimieren. Geplant ist eine dreieckige Tunnelanlage mit jeweils rund 10 Kilometer langen Armen. Führende Kernländer (finanziell & wissenschaftlich), welche die Planung, Finanzierung und Forschung maßgeblich vorantreiben, sind: Niederlande, Belgien, Deutschland und Italien. Entscheidung über den finalen Standort wird in den kommenden Jahren erwartet. Aktuell werden insbesondere zwei Hauptstandorte in Europa intensiv geprüft: die Euregio Maas-Rhein im Dreiländereck zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie die italienische Insel Sardinien. Darüber hinaus ist auch die sächsische Lausitz als möglicher Standort in Deutschland im Gespräch.

Die Euregio Maas-Rhein gilt aufgrund ihrer geologischen Bedingungen, der starken wissenschaftlichen Infrastruktur sowie der aktiven Unterstützung durch die Region Aachen und das Land Nordrhein-Westfalen als besonders geeignet. In den vergangenen Jahren wurden hierzu umfangreiche Machbarkeitsstudien durchgeführt, um die Realisierung des geplanten Gravitationswellendetektors der nächsten Generation vorzubereiten. Es bleibt zu hoffen, dass die Euregio Maas-Rhein letztlich den Zuschlag für die Ansiedlung dieses herausragenden europäischen Forschungsprojekts erhält.

Auch wenn in der anschließenden lebhaften Diskussion unter anderem kritisch hinterfragt wurde, welchen Sinn und Zweck ein solches Forschungsprojekt für uns Steuerzahler – bei geschätzten Kosten von rund 3 Milliarden Euro – habe, ist es letztlich wohl die Neugier des Homo sapiens, sei es auf die Vergangenheit oder auf die Zukunft, die die Menschheit in ihrer Weiterentwicklung voranbringt.

Lions-Abend: Ein Vortrag über ehrenamtliche Wegbegleitung

In der winterlichen, von einer dicken Schneeschicht bedeckten Landschaft des Aachener Golfclubs traf sich unser Club zu seinem Neujahrsempfang in der gemütlichen warmen Harry-Colt-Lounge.

Mit Julius Daven, dem Vorsitzenden der EWD e.V., war ein besonderer Gastredner eingeladen, der über die Initiative „Ehrenamtliche Wegbegleitung Deutschland“ berichtete – an der unser Club auch indirekt beteiligt ist über unsere Unterstützung für die Aachener Jugendhilfeeinrichtung Maria im Tann. In seiner prägnant gehaltenen Powerpoint-Präsentation gelang es ihm, das bundesweit agierende Projekt eindrucksvoll und nachhaltig zu vermitteln – was sich auch in den zahlreichen interessierten Nachfragen widerspiegelte.

Darüber hinaus durften wir bei unserem ersten Clubabend des Jahres auch einige interessierte Freunde begrüßen. Der Abend begann mit einem Sektempfang, gespendet von Lionsfreundin Eva Baur, gefolgt von herzlichen Begrüßungen unter den Mitgliedern, die erfreulicherweise vielfach auch mit Ehe- oder Lebenspartner oder -partnerin erschienen waren.

Im Namen von Lions Clubs International wurden mehrere unserer Clubmitglieder zur Erinnerung und Anerkennung ihres langjährigen Engagements mit einem persönlichen Schreiben des internationalen Präsidenten A. P. Singh geehrt und mit dem Chevron Award ausgezeichnet. Neben einem ausgesprochenen Dank an alle aktiven Mitglieder, die sich an der Weihnachtskranz-Activity und der Zahngoldaktion beteiligt haben, wurde im Namen von Lions Deutschland Sigi Reimann mit einer Ehrenurkunde für ihr außerordentliches Engagement beim Adventskranz-Projekt gewürdigt. Auch das Ehepaar Peter und Verena Behrens wird für sein Engagement bei dieser Aktion noch gewürdigt werden.

Das Zwei-Gänge-Menü, zubereitet von Chefkoch Marc Creusen und ergänzt durch Zwischeneinlage, war erstklassig. So ging ein sehr gemütlicher Abend, kulinarisch exzellent und geistig bereichernd durch neue soziale Denkanstöße, schließlich zu Ende – mit etwas überschrittener “Lions-Zeit”.

Lions-Abend: Wir feiern Weihnachten

Eine schöne Weihnachtsfeier durften wir am 8. Dezember gemeinsam mit dem Lions Club Aachen Carolina feiern. Deren amtierender Lions-Präsident Hans-Bernd Schwienhorst drückte es in seiner Rede bereits verheißungsvoll als “Beginn einer Tradition” aus und unterstrich damit, dass Gemeinsamkeit in manchen Aktivitäten eine Bereicherung des Lions-Clublebens darstellt.

Unser Präsident Emile Paes unterstrich in seiner Rede das Streben nach Verständnis und Harmonie, wie es vor allem in der Vorweihnachtszeit stark erlebt wird. Entgegen dem gesellschaftlichen Trend spielen Macht und Prestige in unserem Lions-Gedanken keine Rolle, sondern nur der persönliche Einsatz des Einzelnen und die gesellschaftlichen Auswirkungen unserer Hilfswerkaktivität. “We serve” bedeutet somit auch, einen Teil unseres Privatlebens den weniger Privilegierten zu widmen.

Der feierlich geschmückte Saal im Haus der Erholungsgesellschaft lud uns ein, in fröhlicher und doch besinnlicher Stimmung miteinander ins Gespräch zu kommen und das köstliche Buffet vom Caterer Herrn Werden zu genießen. Die üppige Tischdekoration kam auch dieses Jahr zum Teil aus dem riesigen Fundus unserer Lionsfreundin Susanne Fischer, die alle Teilnehmer ermutigte, am Ende des Abends alle Dekoartikel mitzunehmen.

Begleitet wurde der Abend durch eine fast einstündige musikalische Einlage durch das Trio Iuliana Claus (Sopran), Dr. Nicole Besse (Sopran, Violine) und Erik Arndt (Klavier, Akkordeon).

Im Anschluss spielte unser Lionsfreund Jörg Schäfer auf dem Klavier entspannte Lounge-Jazzmusik, die den Gesprächsfluss im Saal um mindestens eine Oktave bereicherte.

Der Abend klang Lions-üblich gegen 22 Uhr aus und alle Lions-Freunde verabschiedeten einander mit den herzlichsten Wünschen zum anstehenden Weihnachtsfest und auf ein gesundes Wiedersehen im Jahr 2026.

Ein Besuch beim Schwarzlicht-Tanztheater des Vereins Tabalingo im Ludwig Forum Aachen

Als Unterstützer des Vereins Tabalingo wurden wir an diesem Abend Zeugen einer überraschenden und vielschichtigen Theatershow, die professionell und facettenreich gestaltet wurde. Das Publikum im ausverkauften Saal applaudierte begeistert und ausdauernd nach dem anderhalbstündigen Programm.

Der Verein Tabalingo Sport & Kultur integrativ mit Sitz in Stolberg bietet integrativ und inklusiv Menschen mit und ohne Behinderung oder Förderbedarf kulturelle und sportliche Aktivitäten. Mehr als drei Viertel der Teilnehmenden sind junge Menschen, etwa zwei Drittel Kinder und Jugendliche. Den Verein gibt es schon seit 2010, er hat heute acht Angestellte und rund 60 Betreuerinnen und Betreuer.

Tabalingo bietet mehr als 20 Sportarten und Kulturangebote als wöchentliche Trainings oder Wochenend- und Ferienprojekte auf seinem Gelände in Stolberg an.

Lions-Abend: Eine Weinverkostung mit Tiefgang

Am 24. November trafen sich 28 Lionsfreunde und Gäste beim Präsidenten privat in „Huize Zonnenwende“, Lemiers (NL), zu einer Weinverkostung. Um das sensorische Geheimnis des Weins besser zu verstehen, erläuterte uns Frau Dr. Nassim Böven, niedergelassene HNO-Ärztin aus Aachen und bereits mehrfach zu Gast bei unseren Clubabenden, in einem kurzen, aber hochinteressanten Vortrag die medizinischen Feinheiten von Geruchs- und Geschmackssinn. Bereichert durch dieses neue Wissen über unsere vielfältigen Körperfähigkeiten, waren wir gespannt auf die „Probe aufs Exempel“ – in Form der Weinverkostung selbst.

Herr Helmut Windeck, langjähriger Sommelier, ließ uns mit kurzweiligen Geschichten zu den verschiedenen Weinen, die allesamt hervorragenden Tropfen der Inseln Sizilien, Mallorca und Sardinien degustieren. Der ganze Abend wurde untermalt von jazziger Loungemusik, gespielt von Jörg Uwe Schäfer am Klavier, sodass mit zunehmender Begeisterung der Weinverkoster – und des Musikers – der Geräuschpegel langsam, stetig, aber angenehm anstieg.

Alkohol regt den Appetit an, und dieser konnte anschließend – auch bei den nicht Alkohol konsumierenden Gästen – mit Häppchen einer deutsch-französisch-niederländischen Käseplatte gestillt werden. Die sonst unsere Abende limitierende “Lions-Zeit” – 22 Uhr – wurde an diesem Tag durch gute Laune und zahlreiche Gesprächsthemen großzügig überschritten.

Lions-Abend: Der Aachener Medizintechnik-Pionier Thomas Schmitz-Rode

Am 3. November 2025 traf sich unser Club im voll besetzten Konferenzraum des Digital Hub, der uns freundlicherweise von unserem Lionsfreund Roman Wienert zur Verfügung gestellt wurde. Nach der Begrüßung der Clubmitglieder sowie einiger Gäste – darunter unser heutiger Referent Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode – wurde noch einmal auf die beiden Activities Zahngold und Adventskränze hingewiesen. Besonders im Hinblick auf das letztgenannte Projekt wurde ein Appell an alle Clubmitglieder gerichtet, sich aktiv daran zu beteiligen. Constanze Schneider äußerte sich besorgt über die zunehmende Kriminalität im Umfeld des Zahngoldprojekts.

Nach kurzen einführenden Worten des Präsidenten Emile Paes hielt Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode über eine Stunde lang einen fesselnden Vortrag über die Entwicklung der Medizintechnik im Bereich von Herz und Kreislauf – gestützt auf seine persönliche Berufserfahrung. Über 40 Jahre beruflicher Tätigkeit ließ der Referent Revue passieren, wobei sich, illustriert mit ausdruckstarken Bildern, ein tief beeindruckendes Werkverzeichnis darstellte.

Ausgebildet als Diplom-Ingenieur im Fach Maschinenbau an der RWTH Aachen, entschloss er sich – angeregt durch seinen Zivildienst in der Chirurgie und Herzchirurgie – anschließend zu einem Studium der Humanmedizin, ebenfalls an der RWTH Aachen. Während seiner klinischen Laufbahn, die ihn bis zum Leitenden Oberarzt an der Klinik für Radiologische Diagnostik des Universitätsklinikums führte, erhielt Prof. Schmitz-Rode aufgrund seiner herausragenden Forschungstätigkeit den Ruf auf eine Professur für Experimentelle, Diagnostische und Interventionelle Radiologie an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen.

Ende 2004 wurde er zum Professor für Angewandte Medizintechnik an der Medizinischen Fakultät berufen – verbunden mit der Leitung des gleichnamigen Instituts im Helmholtz-Institut der RWTH Aachen, das er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2025 leitete. Darüber hinaus war Prof. Schmitz-Rode maßgeblich am Aufbau zahlreicher Institute und Forschungsverbände im Campus-Cluster Medizin und Technik der RWTH Aachen beteiligt.

Durch seinen unermüdlichen Pioniergeist befinden sich heute mehrere seiner medizintechnischen Entwicklungen aus der klinischen und forschungsorientierten Tätigkeit weltweit im klinischen Einsatz. Auch jetzt, nach seiner Emeritierung, spürte man seine Liebe, Begeisterung und sein anhaltendes Interesse an der Weiterentwicklung der Medizintechnik deutlich. Es bleibt zu hoffen, dass diese Eigenschaften viele Nachfolgerinnen und Nachfolger in der deutschen Medizinwissenschaft inspiriert haben.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich an, und noch lange unter dem Eindruck dieses Vortrags klang der Clubabend aus.

Lions-Abend: Einblicke in die Arbeit des D-Hofs Aachen

Auf unserer jüngsten Clubveranstaltung durften wir Sandra Jansen, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin der Einrichtung D-Hof für Kinder und Jugendliche in Aachen, als Referentin begrüßen. Sie berichtete eindrucksvoll über die Arbeit dieser wichtigen Institution, die seit vielen Jahren Kinder und Jugendliche aus einem sozialen Brennpunkt in Aachen, dem Driescher Hof, begleitet und unterstützt.

Schon im Vorfeld war das Interesse groß: Mit 16 Anmeldungen überschritten wir die kritische Grenze von 50 Prozent Beteiligung – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das Thema in unserem Club Resonanz findet.

Begeisterung und Engagement waren die Stichworte, die Frau Jansen durch ihren Vortrag vermittelten. Der D-Hof versteht sich als eine Art “zweites Zuhause” für junge Menschen, die in schwierigen familiären oder sozialen Verhältnissen aufwachsen. Anders als bei reinen Serviceleistungen steht hier die aktive Mitgestaltung im Vordergrund: Die Jugendlichen entwickeln gemeinsam mit den Mitarbeitenden einen Lebensraum, der geprägt ist von Respekt, kultureller Vielfalt und gegenseitigem Vertrauen.

Besondere Schwerpunkte liegen auf Bildungs- und Freizeitangeboten, der Gesundheitsförderung, gesunder Ernährung und sportlichen Aktivitäten. Auch kreative Projekte und naturnahe Erlebnisse gehören dazu. Ziel ist es, nicht nur kurzfristige Hilfe zu leisten, sondern die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu fördern.

Frau Jansen machte in ihrem Vortrag deutlich, dass die soziale Ungerechtigkeit, die auch in Aachen spürbar wächst, eine starke Motivation für ihre Arbeit darstellt. Der D-Hof sei ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Perspektiven entwickeln können – unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.

Obwohl das Projekt durch öffentliche Mittel unterstützt wird, ist der D-Hof in hohem Maße auf Spenden angewiesen. Diese tragen einen wesentlichen Teil der laufenden Kosten und ermöglichen erst die Vielfalt und hohe Qualität der pädagogischen Arbeit.

Im Anschluss entstand eine lebhafte Diskussion mit vielen kritischen Fragen, die über das konkrete Projekt hinaus auch unsere gesellschaftliche Entwicklung insgesamt in den Blick nahm.

Alles in allem war es ein gelungener Abend, der uns die Bedeutung lokaler Projekte wie des D-Hofes noch einmal sehr bewusst gemacht hat. Wir danken Frau Jansen herzlich für ihre engagierte und inspirierende Präsentation.