Lions-Abend: LC Aachen Aquisgranum goes Radio

Hervorragend klappte trotz Schnee und Anreise ins benachbarte Ausland unser Besuch bei Radio Sunshine in Lontzen, dem Sender der deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien, der inzwischen über die UKW-Frequenz 97,5 und mittlerweile auch im DigitalradioDAB+ (Kanal 8 a) zu empfangen ist. Nach einem gemeinsamen Essen im Restaurant Babylon (und dem Meistern der übervollen Teller erstaunlicherweise im zeitlichen Rahmen) ging es im Korso zum Radiostudio.

In einer Punktlandung saßen wir dann dort vor den Mikrofonen.

Der Sendeleiter, Jörg Schroeder, führte uns in die Historie des Senders ein und stellte uns seinen Arbeitsplatz vor, der immer mehr durch digitale Einspielmöglichkeiten von Sendungen ergänzt wird. Wir bekamen dankenswerterweise die Gelegenheit, in einer eigenen Sendung live über die Hintergründe, Inhalte und Ziele unserer Clubaktivitäten zu berichten. Die Frage, warum es schön ist, ein Lion zu sein, konnten wir mit voller Überzeugung beantworten!

Berichte über unsere internen Aktivitäten rundeten das Bild ab. Jeder Teilnehmer durfte einen Beitrag leisten. Da die Fragen des Moderators nicht vorbesprochen waren, wurden wir teilweise von den Inhalten überrascht. Das hat uns Gelegenheit gegeben, darüber nachzudenken und auch zu erkennen, wie komplex unser Clubleben ist. Neben den karikativen Elementen leben wir eine freundschaftliche Geselligkeit, verbunden mit Ausflügen oder Vortragsabenden, die unseren Horizont erweitern.

Im Ergebnis konnten wir zufrieden rekapitulieren, dass unser Lionsleben vielfältig ist und auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Das auch und gerade an dem Abend bei Radio Sunshine.

Alle Jahre wieder…

…heißt es für unsere Clubmitglieder: Adventskränze binden! In der Garage unserer Lionsfreundin Sigrid Reimann werden tagelang in Arbeitsschichten liebevoll von Hand Adventskränze gesteckt, geschmückt und für den Verkauf vorbereitet. Die Kränze werden auf dem Aachener Weihnachtsmarkt auf dem gemeinsamen Stand der Aachener Lions Clubs und des Zonta Clubs verkauft. Der Erlös dieser Weihnachtsmarkt-Activity fließt alljährlich einer sozialen Einrichtung in der Städteregion Aachen zu.

Wir basteln dabei sozusagen unter sozialpädagogischer Aufsicht und Anleitung. Unserer „Teamleiterin“ Sigi gelingt es etwa, auch die Herrenbastelgruppe durch gezielte Förderung zu Höchstleistungen anzustacheln. „Auch kreativen Kümmerlingen wird durch ihre behutsamen Korrekturen am Ende Strahlkraft verliehen“, bescheinigt unsere derzeitige Präsidentin Dr. Susanne Fischer der Acitivity-Leiterin. „Sigis Lob ist uns allen Ansporn und Freude.“

Wir freuten uns schließlich über annähernd 100 selbst gebastelte Adventskränze verschiedenster Art, die sich auf dem Weihnachtsmarkt großer Beliebtheit erfreuten. Ihr Verkauf steuerte dem Gesamtprojekt eine vierstellige Summe bei.

Das Schmücken ist einer der Höhepunkte unserer Vereinsaktivitäten und, bei aller Arbeit, auch immer ein großer Spaß und geselliges Zusammensein. Wir danken allen Spendern der Dekorationsmaterialien, allen Unterstützern und Beteiligten für ihr jahrelanges und treues Engagement für notleidende und benachteiligten Menschen in und um Aachen!

Lions-Abend: Opferschutz im Fokus

Erfreulich viele Mitglieder fanden sich zu unserem Clubabend am 7. November ein. Im Blickpunkt standen dabei Hilfsangebote für Opfer krimineller Taten. So stellte uns der Opferschutzbeauftragte der Polizei Aachen, Jochen Hoffmann (links im Bild), sein berufliches Tätigkeitsfeld vor. Er ist innerhalb der Polizei Aachen zuständig als Ansprechpartner für von Straftaten Betroffenen. Herr Hoffmann ist unter anderem als Koordinator aktiv, um Opferzeugen an geeignete Beratungsstellen und Hilfsangebote weiterzuvermitteln. Sein wesentliches Anliegen besteht darin, die bestehenden Möglichkeiten publik zu machen. So sorgt er auch innerhalb der eigenen Behörde dafür, dass Zeugen und Zeuginnen im Rahmen ihrer Vernehmungen von den Polizeibeamtinnen und -beamten ausreichend informiert werden.

Simone Borsten vom Weißen Ring (rechts) stellte uns die beachtlichen Unterstützungsangebote dieser privat organisierten Vereinigung vor, deren Arbeit überwiegend aus Spenden finanziert wird. Dort begleitet man Zeugen zu Vernehmungen, zu Gerichtsverhandlungen und lotst sie ebenfalls durch die bestehenden Hilfsangebote. Herauszuheben sind die Möglichkeiten der Anbindung an die Trauma-Ambulanz, deren Mitarbeiter aufgrund der getroffenen Vereinbarungen Opfern von Straftaten auch kurzfristig Beratungsgespräche zur Verfügung stellen. Der Weiße Ring stellt auch Schecks aus, die Beratungen bei Rechtsanwältinnen und -anwälten finanzieren.

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Lions-Abend: Eintauchen in faszinierende Kunst

Der erste Clubabend der diesjährigen Präsidentin führte uns am 11. September in das Haus und Atelier der bekannten Aachener Persönlichkeit Professor Dr. Dr. h.c. Gisela Engeln-Müllges. Die Mathematikerin und Künstlerin war Professorin an der Fachhochschule Aachen im Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik und wurde dort zur Ehrensenatorin ernannt. Sie bekleidete viele hohe Ämter, etwa als Prorektorin der FH Aachen, Mitglied des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzende des Hochschulrats der FH Münster, Sprecherin des Arbeitskreises der Hochschulratsvorsitzenden für angewandte Wissenschaften NRW und mehr.

Blick durch ein ringförmiges Kunstwerk aus goldenen Metallplatten auf ein weiteres Werk, das an eine Skyline aus Wolkenkratzern erinnert.

Neben ihrer vielfältigen wissenschaftlichen Tätigkeit setzte sie die künstlerische Arbeit ihres im Jahre 2015 verstorbenen Lebensgefährten Professor Benno Werth fort, eines überregional anerkannten Künstlers, der im Aachener Raum für Brunnenplastiken bekannt ist. Gisela Engeln-Müllges assistierte Benno Werth noch zu seinen Lebzeiten bei der Umsetzung eines von ihm selbst entwickelten Metallformverfahrens, durch das komplex aufgebaute, mehrdimensionale Skulpturen in einem Stück gegossen werden können. Nach seinem Tod entwickelte sie sein Werk als Bildhauerin und Malerin weiter und setzte dabei neue, eigene Akzente. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters folgt Gisela Engeln-Müllges weltweit Einladungen, ihre Werke einem internationalen Publikum zu präsentieren. Sie stellte etwa in London, New York, Rom und Tokio aus. Auf der Art Biennale in London 2019 erhielt sie eine Auszeichnung für besondere Exzellenz und 2021 einen Award.

Unsere Gastgeberin öffnete uns großzügig ihr Haus und Atelier und erklärte uns ihre beeindruckende künstlerische Arbeit. Neben ihrem Lebenslauf imponierte uns ihre Offenheit, Kreativität und enorme Schaffenskraft. Es war ein gelungener Auftakt im neuen Lionsjahr!

Text: Susanne Fischer
Fotos: Marc Heckert

Besuch bei Maria im Tann

Geschäftsführer Denis Thielen (Mitte, rechts) stellt die Arbeit der Einrichtung vor

Im Rahmen des Mitgliederprogramms besuchte unser Club einen Ort, den wohl jeder Mensch in Aachen kennt: Maria im Tann. Die im März 1945 als Kinderheim von der Genossenschaft der „Schwestern vom armen Kinde Jesus“ gegründete Einrichtung ist heute ein Jugendhilfezentrum, das eine Vielzahl unterschiedlicher Hilfsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Familien anbietet. Seit vielen Jahren unterstützt unser Club die pädagogische Arbeit des Zentrums, unter anderem durch einen Zuschuss zur jährlichen großen Radtour.

Der Geschäftsführer und Direktor Denis Thielen, Nachfolger des langjährigen Leiters Stefan Küpper, war so freundlich, sich und die Arbeit der Einrichtung unseren Mitgliedern vorzustellen. Maria im Tann bietet ein breites Spektrum von dauerhaften und befristeten Angeboten, von sozialpädagogischer Familienhilfe, Erziehungsbeistand, Elterntraining und sozialem Kompetenztraining bis zu Erlebnispädagogik, schulischen Angeboten und tierpädagogischen Aktionen. Dahinter steckt ein 120-köpfiges Team – rund drei Viertel der Mitarbeiter arbeitet im sozialpädagogischen Bereich, ein Viertel im Bereich Verwaltung und Haustechnik – und 15 bis 20 ehramtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die etwa Nachhilfe und Sprachunterricht geben. Denis Thielen erläuterte auch die Herausforderungen für sein Haus durch die Pandemie-Situation.

Für unsere Clubmitglieder war es ein ebenso spannender wie informativer Abend, für den wir den Organisatoren herzlich danken.

Wir sind wieder da!

Wären Lions-Jahre Symphonien, dann wäre 2019/20 „Die Unvollendete“. Mitten ins Frühjahrsprogramm platzte das Coronavirus. Dem Vorstand blieb nichts übrig, als die Notbremse zu ziehen und sämtliche noch ausstehenden Veranstaltungen abzusagen. Das traf etwa unsere gemeinsame Reise ins französische Lille über Himmelfahrt, die Besuche im Institut für Kraftfahrzeuge und dem für Verkehrswesen an der RWTH und eine Wanderung durchs Hohe Venn mit Besichtigung der „Peak“-Brauerei, den feierlichen Präsidentenabschied und alles, noch für den Rest des Halbjahres angedacht war und möglich gewesen wäre.

So wenig erfreulich der Ausfall auch war, es gab auch eine gute Seite: Trotz der zweitweise steil ansteigenden Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen gab es unter unseren Clubmitgliedern keine ernsthaften Erkrankungen. Unsere Mitgliederversammlung konnten wir kurzerhand – eine Premiere – ins Digitale verlegen (womit sich der Kreis zu den Veranstaltungen mit Schwerpunkt Digitalisierung zu Beginn des Lions-Jahres schloss) und hielten sie als Videokonferenz über das Programm GoToMeeting ab. Der Club ist weiterhin handlungsfähig und unsere Partner, die von uns geförderten Initiativen für benachteiligte und behinderte Kinder in der Städteregion Aachen, können auf uns zählen.

Habemus Praesidentem! Ansgar Stöcker (links) bei der Verleihung der Lions-Amtsnadel durch seinen Vorgänger Marc Heckert im Rahmen einer improvisierten Zeremonie bei der jüngsten Vorstandssitzung. Foto: Max Grahn

Und wir haben auch einen neuen Präsidenten: Ansgar Stöcker hat als Nachfolger von Marc Heckert die nicht einfache Aufgabe übernommen, den Verein nach Monaten der erzwungenen Ruhe wieder vorsichtig in ein aktiveres Fahrwasser zu führen.

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Führung durchs Aachener Uniklinikum

Gruppenfoto auf der Rolltreppe nach einer hochinteressanten Führung durchs Uniklinikum. Foto: Axel Praglowski

Ins Aachener Uniklinikum führte uns eine Führung am 2. März. Frau Dr. Haas führte uns durch das Innenleben des größten und imposantesten Bauwerks der Stadt. Wir bekamen Informationen zur Geschichte, Entstehung, Architektur, Logistik die Kooperation mit der RWTH Aachen , die Gebäudestrukturen und Planungen auf dem Außengelände. Selbst in die unterirdischen Versorgungstunnel und die Notaufnahme durften wir Blicke werfen. Auch wenn es kaum einen Aachener geben dürfte, der noch nie den berühmten grünen Teppich selbst betreten hat – an diesem Abend bekam das gewaltige Gebäude für die Teilnehmer noch einmal eine ganz neue und sehr persönliche Note. Wir danken dem Team der Öffentlichkeitsarbeit und Dr. Haas für diese faszinierenden Einblicke!

(Text: Marc Heckert)

Ein Clubabend mit Paul Kemen, dem langjährigen Sprecher der Aachener Polizei

Beste Stimmung: Mit seinen humorvollen Pressemitteilungen brachte Paul Kemen jahrelang Zeitungsleser zum Lachen – und jetzt die anwesenden Clubmitglieder. Foto: Heckert

Im Café Life besuchte uns am 3. Februar Paul Kemen, über 20 Jahre Pressesprecher der Aachener Polizei und seit einigen Wochen im wohlverdienten Ruhestand. Seine Pressemeldungen, unter denen sich immer wieder Anekdoten und Ameröllchen aus dem Polizeialltag fanden, gelangten zu überregionaler Berühmtheit. So wurde Kemen von der Aachener Zeitung mit dem „Mullefluppet-Preis“ geehrt, 2014 verlieh ihm der Deutsche Journalistenverband, Bezirk Aachen-Eifel, für seine Meldungen die „Zeitungsente“.

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Lions-Abend: Zu Besuch in der Viktor-Frankl-Schule

Schulleiterin Beate Jahn (hinten) erläuterte uns das pädagogische Konzept der Schule und stellte uns Räumlichkeiten und Ausstattung vor. Foto: Heckert

Der Abend führte uns in die Viktor-Frankl-Schule, mit vollem Namen LVR – Rheinische Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Aachen, die unser Lions Club seit vielen Jahren unterstützt. Dort wurden wir von der Schulleiterin Beate Jahn empfangen. Benannt ist die Schule nach Dr. mult. Viktor Emil Frankl (1905 – 1997), dem Wiener Universitätsprofessor, Neurologen und Psychiater, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse mit 29 Ehrendoktoraten an Universitäten im In-und Ausland. Aus Frankls Gedanken leitet sich auch die Leitidee der Schule ab: „Bewegen und bewegt werden – Tore zum Leben und Lernen“.

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Clubabend: Chirurgie am Rande des Machbaren – mit Interplast e.V. in Sierra Leone

Unter unvorstellbaren örtlichen Bedingungen operieren die ehrenamtlich tätigen Ärzte von Interplast Menschen mit zum Teil schwersten Verletzungen und Entstellungen. Dr. Kaminski zeigte bewegende Fotos ihres jüngsten Einsatzes in Sierra Leone. Foto: Heckert

Am heutigen Abend begrüßten wir zum bereits zweiten Mal Dr. Theresa Kaminski im Café Life. Hatte sie uns im vergangenen Jahr in das Thema Wiederbelebung eingeführt, stellte sie uns nun in ihrem Vortrag „Medizin am Rande des Machbaren? Einsatz Sierra Leone“ die Arbeit der gemeinnützigen, weltweit agierenden Organisation Interplast vor. Bei Interplast helfen Mediziner Menschen mit angeborenen oder erworbenen Defekten in Entwicklungsländern durch plastisch-chirurgische Operationen. 1980 auch für Deutschland gegründet, gibt es in hierzulande inzwischen zwölf Sektionen – Dr. Kaminski ist für den Bereich Eschweiler tätig.

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