Clubfahrt: Ein Besuch in Maastricht

Am 9. Mai fand unsere diesjährige Clubreise statt. Obwohl sich die Mehrzahl der Mitglieder – wie aus der Umfrage bei der Mitgliederversammlung am 13. Oktober vergangenen Jahres hervorging – ursprünglich für eine Reise mit einer Übernachtung ausgesprochen hatte, wandelte sich die Meinung im Laufe des Jahres zugunsten eines eintägigen Ausflugs. So lag ein Besuch unserer Nachbarstadt Maastricht nahe.

Die Wettergötter, die im Monat Mai viel Arbeit haben, sowohl Freizeitler als auch Bauern zufriedenzustellen, sorgten für optimale Ausflugsbedingungen.

Ein Teil der angemeldeten Mitglieder traf sich bereits morgens im Bonnefantenmuseum. Im Laufe seines Bestehens ist das Museum mehrfach umgezogen. Seinen Namen erhielt das Bonnefantenmuseum von einem Kloster, in dem es von 1951 bis 1978 untergebracht war: dem Couvent des Bons Enfants („Kloster der guten Kinder“). Dieses Frauenkloster hatte sich im 18. Jahrhundert die Erziehung von Kindern zur Aufgabe gemacht.

Das 1995 am Ufer der Maas fertiggestellte neue Bonnefantenmuseum ist mit seinem zinkgedeckten Kuppelbau eine architektonische Landmarke der Stadt. Es entstand nach Plänen des italienischen Architekten Aldo Rossi. Neben einer ständigen Sammlung mittelalterlicher Skulpturen, italienischer Malerei sowie Gemälden aus den südlichen Niederlanden des 16. und 17. Jahrhunderts beherbergt das Museum auch eine bedeutende Sammlung moderner Kunst mit namhaften Künstlern wie Sol LeWitt, Richard Serra, Joseph Beuys und Anselm Kiefer. Hinzu kommen regelmäßig Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.

Zur Zeit unseres Besuchs war die Ausstellung „Bitches Brew“ mit drei international anerkannten jungen niederländischen Künstlerinnen zu sehen. Im oberen Stockwerk des Museums konnten Kinder und Jugendliche selbst entdecken und nachempfinden, wie Künstler spielerisch Kunst schaffen.

Nach einem kurzen Fußweg entlang der Maas empfing uns das Restaurant „Zuyd“ auf seiner Terrasse zum Mittagessen. Punkt 14 Uhr waren wir mit insgesamt 15 Personen vollständig versammelt, und auch Hilbert de Wal traf ein, der uns am Nachmittag durch die historischen Ecken Maastrichts führte.

Obwohl den meisten von uns Maastricht aus früheren Besuchen bereits vertraut war, wurden uns dank seines großen Engagements, seines Insiderwissens und seiner Begeisterung viele bislang unbekannte Aspekte der Gouvernementsstadt nähergebracht.

Zum Verarbeiten der zahlreichen Eindrücke legten wir unterwegs eine Pause auf einem lauschigen Platz unter schattigen Bäumen ein, bevor wir den zweiten Teil unserer Stadtwanderung fortsetzten. Aus den vielen kirchlichen und historischen Erzählungen wurde die enge Verbindung zwischen Aachen und Maastricht mehrfach deutlich.

Lions-Abend: Auf den Spuren von d’Artagnan

Am 13. April 2026 traf sich unser Club um 19.30 Uhr in der Harry-Colt-Lounge des Aachener Golfclubs zu einem Vortrag des diesjährigen Präsidenten Emile Paes zum Thema:

„Unser Domizil le Pèlerin – auf den Spuren des vierten Musketiers d’Artagnan“.

Anlass des Vortrags war unter anderem die geplante Clubreise nach Maastricht, jener Nachbarstadt, in der d’Artagnan während der Belagerung durch die Armee Ludwigs XIV. im 17. Jahrhundert gefallen ist und zu dessen Ehren später ein Denkmal errichtet wurde.

Das Thema d’Artagnan, der vierte Musketier aus dem weltberühmten Roman von Alexandre Dumas, war in den vergangenen Tagen in aller Munde. In Zeitungen sowie in Nachrichten und Fernsehsendungen wurde darüber berichtet, dass man vermutlich das Grab dieser historischen Persönlichkeit – oder Romanfigur? – in Maastricht entdeckt habe.

In einer mit Musik unterlegten Bildpräsentation wurde das nur kurze Leben dieses französischen Nationalhelden dargestellt. Geboren und aufgewachsen im Süden Frankreichs, am Fuße der Pyrenäen, stammt d’Artagnan aus jener Region, in der Eva und Emile mit ihrem Domizil „le Pèlerin“ eine zweite Heimat gefunden und aufgebaut haben.

Neben unseren Clubmitgliedern waren auch Gäste eingeladen, deren Anwesenheit bei manchen Teilnehmern zu einem überraschenden Wiedersehen führte.

Nach dem Empfangsgetränk, dem wie immer köstlichen Abendessen von Küchenchef Marc Creusen, sowie dem Vortrag mit Bild und Ton entwickelte sich zum Ausklang des Abends ein reger Gedankenaustausch.

Viertausend Euro aus unserem Adventskranz-Verkauf: Wir unterstützen die Jugendarbeit vom D-Hof!

Es wird laut in der Hausnummer 7a an der Königsberger Straße, laut und fröhlich, und das jeden Tag ab etwa 14 Uhr. An der Ecke zur Stettiner Straße schlägt für Hunderte Kinder aus dem Stadtteil Forst das heimliche Herz von Aachen. Dort liegt der D-Hof, das Jugendzentrum im Wohngebiet Driescher Hof.

„Kommen darf hier jeder zwischen sechs und 27 Jahren“, erklärt die Leiterin Sandra Jansen. Wenn die Schule vorbei ist, ab etwa 14 Uhr, geht es im D-Hof los. Und wie es losgeht! Die vielen Angebote reichen von Kochen und Kreativem über Sport, Garten und diverse Medien bis hin zu Selbstbehauptung und Berufsvorbereitung. Im fast 40-köpfigen Team arbeiten mehr als 20 pädagogische Fachkräfte, ob Erzieherin, Lehrerin oder Sozialpädagoge. Neben den Aktivitäten im D-Hof stemmen sie noch die Offene Ganztagsbetreuung in der Grundschule Driescher Hof und der Förderschule Am Rödgerbach.

Im Driescher Hof sind die Mieten günstig. Wer finanziell nicht auf den sprichwörtlichen Rosen gebettet ist, findet oft in diesem Viertel eine bezahlbare Wohnung. Groß ist auch der Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Das Leben ist nicht immer einfach für die Familien in der Nachbarschaft; viele kämpfen mit Problemen unterschiedlicher Art. All das spielt an der Königsberger Straße 7a keine Rolle. „Bei den Kindern geht es nicht um: ‚Wo kommst du her?‘“, erklärt Sandra Jansen. „Sondern um: ‚Wer ist nett?‘ oder ‚Wer ist gut im Tor?‘ oder ‚Wer hat gute Ideen beim Kochen?‘.“

Für rund 300 junge Aachenerinnen und Aachener ist der D-Hof tagtäglich eine fröhliche und sichere Anlaufstelle, ein Treffpunkt und Teil des Lebens. „Wir versuchen, unsere Kinder und Jugendlichen zu stärken“, sagt Jansen. Und das schon seit 1981. Wie erfolgreich das ist, hat sich in Aachen längst herumgesprochen und findet immer wieder Anerkennung. So etwa beim Lions Club Aachen Aquisgranum, der jetzt den Erlös seiner jährlichen Adventskranz-Verkaufsaktion dem D-Hof widmete.

Viertausend Euro hatten die in der Vorweihnachtszeit verkauften Kränze erbracht, die von den mehr als 30 Clubmitgliedern in stundenlanger, liebevoller Bastelarbeit verziert und dann verkauft wurden. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Geld Ihre wichtige Arbeit fördern können“, sagte der Präsident des Clubs, Emile Paes, bei der Scheckübergabe.

Über das Thema Integration ist derzeit viel zu lesen, darunter auch viel Unsachliches und Verzerrtes. In Vierteln wie dem Driescher Hof wird Integration oft ganz selbstverständlich gelebt. Leiterin Sandra Jansen ist überzeugt: „Was hier im Stadtteil geleistet wird, davon kann sich unsere ganze Gesellschaft eine große Scheibe abschneiden.“

Lions-Abend: Das Einstein-Teleskop

Eine erfreulich große Zahl von Mitgliedern des LC Aachen Carolina und unseres Clubs traf sich zu einem gemeinsamen Club-Abend im Haus der Erholungsgesellschaft Aachen zum Thema „Das Einstein-Teleskop – ein Spitzenprojekt der Astrophysik in unserer Region?“

Nach der Begrüßung und einem üppigen, geschmackvoll zubereiteten Buffet wurden wir auf den neuesten Stand der Astrophysik gebracht.

Mit Professor Oliver Pooth vom Lehrstuhl für Experimentalphysik III B an der RWTH Aachen, der kurzfristig für den verhinderten Professor Achim Stahl eingesprungen war, hätte es kaum einen besseren Referenten geben können. Mithilfe anschaulicher und erklärender Bilder erhielten wir neue Einblicke, wie durch die Messung von Gravitationswellen die frühesten Momente der Entstehung unseres Kosmos erforscht werden können.

Der Vortrag bot eine verständliche Einführung in das Projekt, seinen wissenschaftlichen Hintergrund sowie seine Bedeutung für unsere Region – auch im Hinblick auf Innovation, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Impulse.

Ihm gelang es, das prestigeträchtige europäische Großforschungsprojekt sowohl sprachlich als auch visuell äußerst verständlich und mit großer Begeisterung vorzustellen.

Das Einstein-Teleskop soll unterirdisch in etwa 200–300 Metern Tiefe errichtet werden, um seismische Störungen zu minimieren. Geplant ist eine dreieckige Tunnelanlage mit jeweils rund 10 Kilometer langen Armen. Führende Kernländer (finanziell & wissenschaftlich), welche die Planung, Finanzierung und Forschung maßgeblich vorantreiben, sind: Niederlande, Belgien, Deutschland und Italien. Entscheidung über den finalen Standort wird in den kommenden Jahren erwartet. Aktuell werden insbesondere zwei Hauptstandorte in Europa intensiv geprüft: die Euregio Maas-Rhein im Dreiländereck zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie die italienische Insel Sardinien. Darüber hinaus ist auch die sächsische Lausitz als möglicher Standort in Deutschland im Gespräch.

Die Euregio Maas-Rhein gilt aufgrund ihrer geologischen Bedingungen, der starken wissenschaftlichen Infrastruktur sowie der aktiven Unterstützung durch die Region Aachen und das Land Nordrhein-Westfalen als besonders geeignet. In den vergangenen Jahren wurden hierzu umfangreiche Machbarkeitsstudien durchgeführt, um die Realisierung des geplanten Gravitationswellendetektors der nächsten Generation vorzubereiten. Es bleibt zu hoffen, dass die Euregio Maas-Rhein letztlich den Zuschlag für die Ansiedlung dieses herausragenden europäischen Forschungsprojekts erhält.

Auch wenn in der anschließenden lebhaften Diskussion unter anderem kritisch hinterfragt wurde, welchen Sinn und Zweck ein solches Forschungsprojekt für uns Steuerzahler – bei geschätzten Kosten von rund 3 Milliarden Euro – habe, ist es letztlich wohl die Neugier des Homo sapiens, sei es auf die Vergangenheit oder auf die Zukunft, die die Menschheit in ihrer Weiterentwicklung voranbringt.

Lions-Abend: Ein Vortrag über ehrenamtliche Wegbegleitung

In der winterlichen, von einer dicken Schneeschicht bedeckten Landschaft des Aachener Golfclubs traf sich unser Club zu seinem Neujahrsempfang in der gemütlichen warmen Harry-Colt-Lounge.

Mit Julius Daven, dem Vorsitzenden der EWD e.V., war ein besonderer Gastredner eingeladen, der über die Initiative „Ehrenamtliche Wegbegleitung Deutschland“ berichtete – an der unser Club auch indirekt beteiligt ist über unsere Unterstützung für die Aachener Jugendhilfeeinrichtung Maria im Tann. In seiner prägnant gehaltenen Powerpoint-Präsentation gelang es ihm, das bundesweit agierende Projekt eindrucksvoll und nachhaltig zu vermitteln – was sich auch in den zahlreichen interessierten Nachfragen widerspiegelte.

Darüber hinaus durften wir bei unserem ersten Clubabend des Jahres auch einige interessierte Freunde begrüßen. Der Abend begann mit einem Sektempfang, gespendet von Lionsfreundin Eva Baur, gefolgt von herzlichen Begrüßungen unter den Mitgliedern, die erfreulicherweise vielfach auch mit Ehe- oder Lebenspartner oder -partnerin erschienen waren.

Im Namen von Lions Clubs International wurden mehrere unserer Clubmitglieder zur Erinnerung und Anerkennung ihres langjährigen Engagements mit einem persönlichen Schreiben des internationalen Präsidenten A. P. Singh geehrt und mit dem Chevron Award ausgezeichnet. Neben einem ausgesprochenen Dank an alle aktiven Mitglieder, die sich an der Weihnachtskranz-Activity und der Zahngoldaktion beteiligt haben, wurde im Namen von Lions Deutschland Sigi Reimann mit einer Ehrenurkunde für ihr außerordentliches Engagement beim Adventskranz-Projekt gewürdigt. Auch das Ehepaar Peter und Verena Behrens wird für sein Engagement bei dieser Aktion noch gewürdigt werden.

Das Zwei-Gänge-Menü, zubereitet von Chefkoch Marc Creusen und ergänzt durch Zwischeneinlage, war erstklassig. So ging ein sehr gemütlicher Abend, kulinarisch exzellent und geistig bereichernd durch neue soziale Denkanstöße, schließlich zu Ende – mit etwas überschrittener “Lions-Zeit”.

Lions-Abend: Wir feiern Weihnachten

Eine schöne Weihnachtsfeier durften wir am 8. Dezember gemeinsam mit dem Lions Club Aachen Carolina feiern. Deren amtierender Lions-Präsident Hans-Bernd Schwienhorst drückte es in seiner Rede bereits verheißungsvoll als “Beginn einer Tradition” aus und unterstrich damit, dass Gemeinsamkeit in manchen Aktivitäten eine Bereicherung des Lions-Clublebens darstellt.

Unser Präsident Emile Paes unterstrich in seiner Rede das Streben nach Verständnis und Harmonie, wie es vor allem in der Vorweihnachtszeit stark erlebt wird. Entgegen dem gesellschaftlichen Trend spielen Macht und Prestige in unserem Lions-Gedanken keine Rolle, sondern nur der persönliche Einsatz des Einzelnen und die gesellschaftlichen Auswirkungen unserer Hilfswerkaktivität. “We serve” bedeutet somit auch, einen Teil unseres Privatlebens den weniger Privilegierten zu widmen.

Der feierlich geschmückte Saal im Haus der Erholungsgesellschaft lud uns ein, in fröhlicher und doch besinnlicher Stimmung miteinander ins Gespräch zu kommen und das köstliche Buffet vom Caterer Herrn Werden zu genießen. Die üppige Tischdekoration kam auch dieses Jahr zum Teil aus dem riesigen Fundus unserer Lionsfreundin Susanne Fischer, die alle Teilnehmer ermutigte, am Ende des Abends alle Dekoartikel mitzunehmen.

Begleitet wurde der Abend durch eine fast einstündige musikalische Einlage durch das Trio Iuliana Claus (Sopran), Dr. Nicole Besse (Sopran, Violine) und Erik Arndt (Klavier, Akkordeon).

Im Anschluss spielte unser Lionsfreund Jörg Schäfer auf dem Klavier entspannte Lounge-Jazzmusik, die den Gesprächsfluss im Saal um mindestens eine Oktave bereicherte.

Der Abend klang Lions-üblich gegen 22 Uhr aus und alle Lions-Freunde verabschiedeten einander mit den herzlichsten Wünschen zum anstehenden Weihnachtsfest und auf ein gesundes Wiedersehen im Jahr 2026.

Ein Besuch beim Schwarzlicht-Tanztheater des Vereins Tabalingo im Ludwig Forum Aachen

Als Unterstützer des Vereins Tabalingo wurden wir an diesem Abend Zeugen einer überraschenden und vielschichtigen Theatershow, die professionell und facettenreich gestaltet wurde. Das Publikum im ausverkauften Saal applaudierte begeistert und ausdauernd nach dem anderhalbstündigen Programm.

Der Verein Tabalingo Sport & Kultur integrativ mit Sitz in Stolberg bietet integrativ und inklusiv Menschen mit und ohne Behinderung oder Förderbedarf kulturelle und sportliche Aktivitäten. Mehr als drei Viertel der Teilnehmenden sind junge Menschen, etwa zwei Drittel Kinder und Jugendliche. Den Verein gibt es schon seit 2010, er hat heute acht Angestellte und rund 60 Betreuerinnen und Betreuer.

Tabalingo bietet mehr als 20 Sportarten und Kulturangebote als wöchentliche Trainings oder Wochenend- und Ferienprojekte auf seinem Gelände in Stolberg an.

Lions-Abend: Eine Weinverkostung mit Tiefgang

Am 24. November trafen sich 28 Lionsfreunde und Gäste beim Präsidenten privat in „Huize Zonnenwende“, Lemiers (NL), zu einer Weinverkostung. Um das sensorische Geheimnis des Weins besser zu verstehen, erläuterte uns Frau Dr. Nassim Böven, niedergelassene HNO-Ärztin aus Aachen und bereits mehrfach zu Gast bei unseren Clubabenden, in einem kurzen, aber hochinteressanten Vortrag die medizinischen Feinheiten von Geruchs- und Geschmackssinn. Bereichert durch dieses neue Wissen über unsere vielfältigen Körperfähigkeiten, waren wir gespannt auf die „Probe aufs Exempel“ – in Form der Weinverkostung selbst.

Herr Helmut Windeck, langjähriger Sommelier, ließ uns mit kurzweiligen Geschichten zu den verschiedenen Weinen, die allesamt hervorragenden Tropfen der Inseln Sizilien, Mallorca und Sardinien degustieren. Der ganze Abend wurde untermalt von jazziger Loungemusik, gespielt von Jörg Uwe Schäfer am Klavier, sodass mit zunehmender Begeisterung der Weinverkoster – und des Musikers – der Geräuschpegel langsam, stetig, aber angenehm anstieg.

Alkohol regt den Appetit an, und dieser konnte anschließend – auch bei den nicht Alkohol konsumierenden Gästen – mit Häppchen einer deutsch-französisch-niederländischen Käseplatte gestillt werden. Die sonst unsere Abende limitierende “Lions-Zeit” – 22 Uhr – wurde an diesem Tag durch gute Laune und zahlreiche Gesprächsthemen großzügig überschritten.

Lions-Abend: Der Aachener Medizintechnik-Pionier Thomas Schmitz-Rode

Am 3. November 2025 traf sich unser Club im voll besetzten Konferenzraum des Digital Hub, der uns freundlicherweise von unserem Lionsfreund Roman Wienert zur Verfügung gestellt wurde. Nach der Begrüßung der Clubmitglieder sowie einiger Gäste – darunter unser heutiger Referent Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode – wurde noch einmal auf die beiden Activities Zahngold und Adventskränze hingewiesen. Besonders im Hinblick auf das letztgenannte Projekt wurde ein Appell an alle Clubmitglieder gerichtet, sich aktiv daran zu beteiligen. Constanze Schneider äußerte sich besorgt über die zunehmende Kriminalität im Umfeld des Zahngoldprojekts.

Nach kurzen einführenden Worten des Präsidenten Emile Paes hielt Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode über eine Stunde lang einen fesselnden Vortrag über die Entwicklung der Medizintechnik im Bereich von Herz und Kreislauf – gestützt auf seine persönliche Berufserfahrung. Über 40 Jahre beruflicher Tätigkeit ließ der Referent Revue passieren, wobei sich, illustriert mit ausdruckstarken Bildern, ein tief beeindruckendes Werkverzeichnis darstellte.

Ausgebildet als Diplom-Ingenieur im Fach Maschinenbau an der RWTH Aachen, entschloss er sich – angeregt durch seinen Zivildienst in der Chirurgie und Herzchirurgie – anschließend zu einem Studium der Humanmedizin, ebenfalls an der RWTH Aachen. Während seiner klinischen Laufbahn, die ihn bis zum Leitenden Oberarzt an der Klinik für Radiologische Diagnostik des Universitätsklinikums führte, erhielt Prof. Schmitz-Rode aufgrund seiner herausragenden Forschungstätigkeit den Ruf auf eine Professur für Experimentelle, Diagnostische und Interventionelle Radiologie an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen.

Ende 2004 wurde er zum Professor für Angewandte Medizintechnik an der Medizinischen Fakultät berufen – verbunden mit der Leitung des gleichnamigen Instituts im Helmholtz-Institut der RWTH Aachen, das er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2025 leitete. Darüber hinaus war Prof. Schmitz-Rode maßgeblich am Aufbau zahlreicher Institute und Forschungsverbände im Campus-Cluster Medizin und Technik der RWTH Aachen beteiligt.

Durch seinen unermüdlichen Pioniergeist befinden sich heute mehrere seiner medizintechnischen Entwicklungen aus der klinischen und forschungsorientierten Tätigkeit weltweit im klinischen Einsatz. Auch jetzt, nach seiner Emeritierung, spürte man seine Liebe, Begeisterung und sein anhaltendes Interesse an der Weiterentwicklung der Medizintechnik deutlich. Es bleibt zu hoffen, dass diese Eigenschaften viele Nachfolgerinnen und Nachfolger in der deutschen Medizinwissenschaft inspiriert haben.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich an, und noch lange unter dem Eindruck dieses Vortrags klang der Clubabend aus.

Lions-Abend: Einblicke in die Arbeit des D-Hofs Aachen

Auf unserer jüngsten Clubveranstaltung durften wir Sandra Jansen, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin der Einrichtung D-Hof für Kinder und Jugendliche in Aachen, als Referentin begrüßen. Sie berichtete eindrucksvoll über die Arbeit dieser wichtigen Institution, die seit vielen Jahren Kinder und Jugendliche aus einem sozialen Brennpunkt in Aachen, dem Driescher Hof, begleitet und unterstützt.

Schon im Vorfeld war das Interesse groß: Mit 16 Anmeldungen überschritten wir die kritische Grenze von 50 Prozent Beteiligung – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das Thema in unserem Club Resonanz findet.

Begeisterung und Engagement waren die Stichworte, die Frau Jansen durch ihren Vortrag vermittelten. Der D-Hof versteht sich als eine Art “zweites Zuhause” für junge Menschen, die in schwierigen familiären oder sozialen Verhältnissen aufwachsen. Anders als bei reinen Serviceleistungen steht hier die aktive Mitgestaltung im Vordergrund: Die Jugendlichen entwickeln gemeinsam mit den Mitarbeitenden einen Lebensraum, der geprägt ist von Respekt, kultureller Vielfalt und gegenseitigem Vertrauen.

Besondere Schwerpunkte liegen auf Bildungs- und Freizeitangeboten, der Gesundheitsförderung, gesunder Ernährung und sportlichen Aktivitäten. Auch kreative Projekte und naturnahe Erlebnisse gehören dazu. Ziel ist es, nicht nur kurzfristige Hilfe zu leisten, sondern die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu fördern.

Frau Jansen machte in ihrem Vortrag deutlich, dass die soziale Ungerechtigkeit, die auch in Aachen spürbar wächst, eine starke Motivation für ihre Arbeit darstellt. Der D-Hof sei ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Perspektiven entwickeln können – unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.

Obwohl das Projekt durch öffentliche Mittel unterstützt wird, ist der D-Hof in hohem Maße auf Spenden angewiesen. Diese tragen einen wesentlichen Teil der laufenden Kosten und ermöglichen erst die Vielfalt und hohe Qualität der pädagogischen Arbeit.

Im Anschluss entstand eine lebhafte Diskussion mit vielen kritischen Fragen, die über das konkrete Projekt hinaus auch unsere gesellschaftliche Entwicklung insgesamt in den Blick nahm.

Alles in allem war es ein gelungener Abend, der uns die Bedeutung lokaler Projekte wie des D-Hofes noch einmal sehr bewusst gemacht hat. Wir danken Frau Jansen herzlich für ihre engagierte und inspirierende Präsentation.