Am 9. Mai fand unsere diesjährige Clubreise statt. Obwohl sich die Mehrzahl der Mitglieder – wie aus der Umfrage bei der Mitgliederversammlung am 13. Oktober vergangenen Jahres hervorging – ursprünglich für eine Reise mit einer Übernachtung ausgesprochen hatte, wandelte sich die Meinung im Laufe des Jahres zugunsten eines eintägigen Ausflugs. So lag ein Besuch unserer Nachbarstadt Maastricht nahe.

Die Wettergötter, die im Monat Mai viel Arbeit haben, sowohl Freizeitler als auch Bauern zufriedenzustellen, sorgten für optimale Ausflugsbedingungen.
Ein Teil der angemeldeten Mitglieder traf sich bereits morgens im Bonnefantenmuseum. Im Laufe seines Bestehens ist das Museum mehrfach umgezogen. Seinen Namen erhielt das Bonnefantenmuseum von einem Kloster, in dem es von 1951 bis 1978 untergebracht war: dem Couvent des Bons Enfants („Kloster der guten Kinder“). Dieses Frauenkloster hatte sich im 18. Jahrhundert die Erziehung von Kindern zur Aufgabe gemacht.
Das 1995 am Ufer der Maas fertiggestellte neue Bonnefantenmuseum ist mit seinem zinkgedeckten Kuppelbau eine architektonische Landmarke der Stadt. Es entstand nach Plänen des italienischen Architekten Aldo Rossi. Neben einer ständigen Sammlung mittelalterlicher Skulpturen, italienischer Malerei sowie Gemälden aus den südlichen Niederlanden des 16. und 17. Jahrhunderts beherbergt das Museum auch eine bedeutende Sammlung moderner Kunst mit namhaften Künstlern wie Sol LeWitt, Richard Serra, Joseph Beuys und Anselm Kiefer. Hinzu kommen regelmäßig Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.
Zur Zeit unseres Besuchs war die Ausstellung „Bitches Brew“ mit drei international anerkannten jungen niederländischen Künstlerinnen zu sehen. Im oberen Stockwerk des Museums konnten Kinder und Jugendliche selbst entdecken und nachempfinden, wie Künstler spielerisch Kunst schaffen.

Nach einem kurzen Fußweg entlang der Maas empfing uns das Restaurant „Zuyd“ auf seiner Terrasse zum Mittagessen. Punkt 14 Uhr waren wir mit insgesamt 15 Personen vollständig versammelt, und auch Hilbert de Wal traf ein, der uns am Nachmittag durch die historischen Ecken Maastrichts führte.

Obwohl den meisten von uns Maastricht aus früheren Besuchen bereits vertraut war, wurden uns dank seines großen Engagements, seines Insiderwissens und seiner Begeisterung viele bislang unbekannte Aspekte der Gouvernementsstadt nähergebracht.
Zum Verarbeiten der zahlreichen Eindrücke legten wir unterwegs eine Pause auf einem lauschigen Platz unter schattigen Bäumen ein, bevor wir den zweiten Teil unserer Stadtwanderung fortsetzten. Aus den vielen kirchlichen und historischen Erzählungen wurde die enge Verbindung zwischen Aachen und Maastricht mehrfach deutlich.















