Viertausend Euro aus unserem Adventskranz-Verkauf: Wir unterstützen die Jugendarbeit vom D-Hof!

Es wird laut in der Hausnummer 7a an der Königsberger Straße, laut und fröhlich, und das jeden Tag ab etwa 14 Uhr. An der Ecke zur Stettiner Straße schlägt für Hunderte Kinder aus dem Stadtteil Forst das heimliche Herz von Aachen. Dort liegt der D-Hof, das Jugendzentrum im Wohngebiet Driescher Hof.

„Kommen darf hier jeder zwischen sechs und 27 Jahren“, erklärt die Leiterin Sandra Jansen. Wenn die Schule vorbei ist, ab etwa 14 Uhr, geht es im D-Hof los. Und wie es losgeht! Die vielen Angebote reichen von Kochen und Kreativem über Sport, Garten und diverse Medien bis hin zu Selbstbehauptung und Berufsvorbereitung. Im fast 40-köpfigen Team arbeiten mehr als 20 pädagogische Fachkräfte, ob Erzieherin, Lehrerin oder Sozialpädagoge. Neben den Aktivitäten im D-Hof stemmen sie noch die Offene Ganztagsbetreuung in der Grundschule Driescher Hof und der Förderschule Am Rödgerbach.

Im Driescher Hof sind die Mieten günstig. Wer finanziell nicht auf den sprichwörtlichen Rosen gebettet ist, findet oft in diesem Viertel eine bezahlbare Wohnung. Groß ist auch der Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Das Leben ist nicht immer einfach für die Familien in der Nachbarschaft; viele kämpfen mit Problemen unterschiedlicher Art. All das spielt an der Königsberger Straße 7a keine Rolle. „Bei den Kindern geht es nicht um: ‚Wo kommst du her?‘“, erklärt Sandra Jansen. „Sondern um: ‚Wer ist nett?‘ oder ‚Wer ist gut im Tor?‘ oder ‚Wer hat gute Ideen beim Kochen?‘.“

Für rund 300 junge Aachenerinnen und Aachener ist der D-Hof tagtäglich eine fröhliche und sichere Anlaufstelle, ein Treffpunkt und Teil des Lebens. „Wir versuchen, unsere Kinder und Jugendlichen zu stärken“, sagt Jansen. Und das schon seit 1981. Wie erfolgreich das ist, hat sich in Aachen längst herumgesprochen und findet immer wieder Anerkennung. So etwa beim Lions Club Aachen Aquisgranum, der jetzt den Erlös seiner jährlichen Adventskranz-Verkaufsaktion dem D-Hof widmete.

Viertausend Euro hatten die in der Vorweihnachtszeit verkauften Kränze erbracht, die von den mehr als 30 Clubmitgliedern in stundenlanger, liebevoller Bastelarbeit verziert und dann verkauft wurden. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Geld Ihre wichtige Arbeit fördern können“, sagte der Präsident des Clubs, Emile Paes, bei der Scheckübergabe.

Über das Thema Integration ist derzeit viel zu lesen, darunter auch viel Unsachliches und Verzerrtes. In Vierteln wie dem Driescher Hof wird Integration oft ganz selbstverständlich gelebt. Leiterin Sandra Jansen ist überzeugt: „Was hier im Stadtteil geleistet wird, davon kann sich unsere ganze Gesellschaft eine große Scheibe abschneiden.“