Ein Clubabend mit Paul Kemen, dem langjährigen Sprecher der Aachener Polizei

Paul Kemen, langjähriger Pressesprecher der Polizei Aachen, bei unserem Clubabend im Café Life.
Beste Stimmung: Mit seinen humorvollen Pressemitteilungen brachte Paul Kemen jahrelang Zeitungsleser zum Lachen – und jetzt die anwesenden Clubmitglieder. Foto: Heckert

Im Café Life besuchte uns am 3. Februar Paul Kemen, über 20 Jahre Pressesprecher der Aachener Polizei und seit einigen Wochen im wohlverdienten Ruhestand. Seine Pressemeldungen, unter denen sich immer wieder Anekdoten und Ameröllchen aus dem Polizeialltag fanden, gelangten zu überregionaler Berühmtheit. So wurde Kemen von der Aachener Zeitung mit dem „Mullefluppet-Preis“ geehrt, 2014 verlieh ihm der Deutsche Journalistenverband, Bezirk Aachen-Eifel, für seine Meldungen die „Zeitungsente“.

Nach der Begrüßung durch den völlig heiseren Präsidenten Marc Heckert stellte sich Herr Kemen mit seinem Werdegang vor, bevor er aus dem Polizeialltag berichtete. Besonderen Eindruck hinterließen die Verleihung des Karlspreises an den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton und der Mord an den Kindern Tom und Sonja aus Eschweiler. Hier habe sich auch gezeigt, wie schwierig der Umgang mit Boulevardmedien sein kann. Seine Zusammenarbeit mit den Aachener Medien sei dagegen gegenseitig stets von Fairness und Respekt geprägt gewesen.

Amüsanter seien die Sachverhalte aus dem Polizeialltag gewesen, wie der Fall der 86-Jährigen, die sich den Fernseher auf „Schnee“ eingestellt hatte. Nach dem Essen stellte sich Herr Kemen den vielfältigen Fragen im Club, die er mit vielen Anekdoten, etwa der Geschichte mit dem Kater, untermalend beantwortete. Schließlich verlas Herr Kemen noch Zahlen aus der aktuellen Polizeistatistik, die zeigen, dass Aachen noch relativ sicher ist, und zeigte ein TV-Video über die Tricks, mit denen Betrüger als „falsche Polizisten“ Senioren um ihr Geld bringen.

Zum Schluss lasen Herr Kemen und der Präsident noch Herrn Kemens wohl berühmteste Polizeimeldung: die vom kleinen Leon, der sich beim Polizeinotruf beschwerte, von seiner Mutter zu „Zwangsarbeit“ verpflichtet worden zu sein. Diese Meldung hatte es seinerzeit sogar bis in die BBC und in australische Medien geschafft.

(Text: Max Grahn)

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