Wo die Busse schlafen: Eine Führung durch den Betriebshof der Aseag

Die gewaltigen Hallen des Aseag-Betriebsgeländes an der Neuköllner Straße kennen viele Aachener von außen. Wie mag es im Inneren aussehen? Fotos: Heckert

Dieser Clubabend führte uns hinter die Kulissen des Aseag-Betriebshofs an der Neuköllner Straße. Nach der kurzen und prägnanten Begrüßung bekamen wir einen ersten Einblick in die Komplexität der Leitstelle, in der alle Busse erfasst und gesteuert werden. Dann führten uns der Leiter des Bereiches Qualität und Auftragsmanagement Bernhard Breuer und der stellvertretende Werkstattleiter Uwe Beitzel durch die 18.000 Quadratmeter große Werkhalle, in der nicht nur 300 Busse Platz finden, sondern auch die ganze Versorgung der Flotte gewährleistet ist. So durften wir neben dem Depot die Tankanlage, die Prüfhalle, die Reinigungshalle und die Werkstatt besuchen.

Schon 1944 gehörten elektrische Oberleitungs-Busse der „Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG“ zum Stadtbild. Völlig ohne CO2 und Feinstaub: Die Aseag betrieb mit der Linie 51 die mit 20 Kilometern längste O-Buslinie Deutschlands.

In den Nachkriegsjahren sorgten dann allerdings vornehmlich dieselbetriebene Fahrzeuge mit so klangvollen Namen wie „Büssing Präfekt“, „Klöckner-Humboldt-Deutz Saturn“ und der bekannte „Opel Blitz“ für den Transport der Öcher. Im 21. Jahrhundert waren jahrelang die überlangen „Long Wajong“-Doppelgelenkbusse die Flaggschiffe der Aseag (sie wurden übrigens kurz nach unserem Besuch ausgemustert und durch besonders lange Gelenkbusse des Typs „CapaCity“ von Mercedes-Benz ersetzt).

Gut 100 Linien mit einer Gesamtnetzlänge von über 1800 Kilometern betreibt das Unternehmen mittlerweile. Rund 70 Millionen Fahrgäste werden alljährlich mit rund 480 Bussen (davon 233 eigene) ans Zielgebracht. Das sind 220.000 Menschen Tag für Tag. Mehr als 560 Mitarbeiter hat das Unternehmen, davon sitzen 350 hinter dem Lenkrad.

Im Anschluss lud der CEO der Aseag Michael Carmincke zu einem Vortrag in den Konferenzsaal. Er stellte nicht nur die Aseag in ihren Zahlen vor, sondern informierte auch über die vielfältigen Aspekte des Firmenanspruchs. Ebenso erfuhr der Club über die neue Kommunikationsstrategie, in der „Die Mannies“ die Aseag auf einem Blog repräsentieren.

Zum Schluss richtete sich der Blick in die Zukunft. Die neue Flottenstrategie im Angesicht der Energiewende wurde aufgezeigt und die neue Version zu einer vernetzten Mobilität, in der eine Kombination aus verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten in Aachen unter einer Plattform erreichbar werden soll, wurde präsentiert. Die neue App hierzu werde nächste Woche freigeschaltet. Für unsere Mitglieder war es ein hochinteressanter Abend – wir danken dem Aseag-Team für die überaus ausführlichen, spannenden und fundierten Erklärungen!

(Text: Grahn/Heckert)

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